Der Fernseher ist mittlerweile ein beinahe genauso fester Bestandteil eines jeden Haushalts wie der Kühlschrank oder die Waschmaschine. Er teilt mit uns Emotionen, unsere Lieblingsserien und -filme, großartige Sportveranstaltungen, hält uns informiert über die aktuellen Geschehnisse und gewährt uns eine Auszeit von der Realität. Nicht umsonst sind Unterhaltungselektronik und Kommunikationstechnik für über 25 % des Stromverbrauchs privater Haushalte verantwortlich – und stellen damit den größten Anteil. 2017 sahen die Deutschen laut einer Statistik täglich ganze 221 Minuten fern. Doch das muss sich nicht zwingend schmerzhaft in der Stromrechnung niederschlagen: Mit ein paar einfachen Stromsparmaßnahmen lässt sich beim Fernsehen massig einsparen.

Grundlage schaffen

Kein anderes Haushaltsgerät kauft man mit einer solchen Begeisterung wie den Fernseher. Dass man sich beim Neukauf des TV-Geräts bereits ausreichend informiert, schafft die beste Grundlage, später in der Nutzung ordentlich Strom zu sparen. Auf welche energiesparende Features du dabei achten musst, kannst du hier nachlesen.

Aber auch bei dem schon vorhandenen Fernseher Zuhause kann eine Menge Strom gespart werden.

Optimierung der Einstellungen

Endlich ziert der neue Flachbildfernseher die Wohnzimmerwand – klar, da will man am liebsten direkt loslegen und das neue Gerät ausprobieren. Oft vergessen wir dabei, die Einstellungen anzupassen. Denn die Werkeinstellungen sind oft so geregelt, dass sie ein übermäßig scharfes, strahlendes, knalliges Bild produzieren, um im Geschäft besonders aufzufallen. Und fressen dabei massig Energie. Dies ist Zuhause aber nicht nötig und auch lange nicht die komfortabelste Einstellung. Durch die manuelle Anpassung wird also nicht nur Strom gespart, sondern auch für ein besseres Seherlebnis gesorgt.
Viele Fernseher bieten beispielsweise einen Eco-Modus an, der vor allem die Helligkeit automatisch regelt. Ein weiteres spannendes Feature, welches in vielen modernen TV-Geräten integriert ist, ist die automatische Anpassung der Helligkeit an die Umgebung. Für einen gemütlichen Fernsehabend verdunkeln wir gerne mal das Zimmer – und der Fernseher passt sich daran an. Das ist nicht nur kuscheliger, sondern auch wesentlich energieeffizienter.
Im Übrigen spielt nicht nur das Bild eine tragende Rolle in Sachen Stromverbrauch: Auch die Laustärke sollte entsprechend angepasst werden, denn je leiser der TV eingestellt ist, desto weniger Strom muss für die Geräuschkulisse aufgewendet werden.

Zusatzgeräte

Die Zusatzgeräte, die wir mit unserem Fernseher verknüpfen, sind vielfältig: Von Spielekonsole, über Soundystem und Receiver, bis zu DVD- oder Blue-Ray-Player haben wir mittlerweile weit mehr als nur ein Kombigerät. Jedoch kommen diese in der Regel eher selten alle gleichzeitig zum Einsatz. Alle anderen schlummern im Standy-Modus und beziehen dabei heimlich Strom. Zwar liegt die Menge dabei im einstelligen Watt-Bereich, jedoch summiert sich dies je nach Laufzeit und Anzahl der Geräte. Deshalb ist es wichtig, inaktive Zusatzgeräte immer komplett abzuschalten.

Sleep-Timer

Das ist wohl jedem schonmal passiert: Beim abendlichen Fernsehen schläft man ganz ungeplant auf der Couch ein und wacht erst Stunden später wieder auf – oft durch laute Geräusche aus dem Fernseher. Hier erweist sich die Sleep-Timer-Funktion als nützlich: Mit dieser kann man eine Uhrzeit festlegen, in der sich das Fernsehgerät automatisch abschaltet. Das spart nicht nur Strom, sondern verbessert auch den Schlaf erheblich.

Standby-Modus

Nicht nur für die Zusatzgeräte, sondern auch für den Fernseher gilt: Den Standy-Modus sollte man lieber vermeiden. Denn auf die gesamte Lebenszeit eines TVs hochgerechnet frisst der Standby-Modus kaum weniger Strom als die tatsächliche Nutzungszeit. Deshalb ist es wichtig, bei Nicht-Benutzung des TVs den Stecker ganz zu ziehen – Abhilfe dabei, auch im Hinblick auf eventuell vorhandene Zusatzgeräte, können Steckdosenleisten bieten. Damit lassen sich alle Geräte mit einem einzigen Knopfdruck bzw. Steckerziehen vollständig abschalten.

Konsum überdenken

Unsere aktive Fernsehzeit ist häufig weit geringer als die, in der der Fernseher einfach unbeobachtet nebenher läuft. Denn oft wird er eingeschaltet, um die stille Wohnung mit Hintergrundgeräuschen zu füllen. Sobald man einmal damit anfängt, hat man sich unglaublich schnell daran gewöhnt. Um Strom und Geld zu sparen, ist es deshalb wichtig, nochmal zu überdenken, wie lange der eigene Fernseher täglich wirklich läuft – und ob das überhaupt nötig ist. Denn manchmal tut es auch viel besser, vor dem Schlafengehen zu einem Buch oder Hörspiel zu greifen, als vor der Glotze in einen unruhigen Halbschlaf zu sinken.

Gar nicht mal so kompliziert, oder? Genauso einfach geht das Stromsparen auch bei deinen anderen Haushaltsgeräten: Beispielsweise beim Kühlschrank, der Waschmaschine oder dem Trockner!


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