Zahl­rei­che Strom­an­bie­ter kün­di­gen an: Die Prei­se für Strom wer­den stei­gen. Künf­tig dür­fen wir mit einer Strom­preis­er­hö­hung von 4–5% rech­nen.

Eine Wei­le durf­ten wir uns auf unver­än­der­ten Strom­prei­sen aus­ru­hen. Seit 2016 blie­ben die­se mit 29,88 Cent je Kilo­watt­stun­de (kWh) rela­tiv sta­bil. Doch das fau­len­zen ist jetzt erst­mal vor­bei. Kürz­lich kün­dig­ten Strom­an­bie­ter an: Die Prei­se sol­len im kom­men­den Jahr stei­gen, und zwar nicht zu wenig. Im Schnitt soll der Strom 4–5 % teu­rer wer­den. Dabei ver­zeich­ne­te das Pro­tal Veri­vox gan­ze 218 Ver­sor­ger, die im Dezem­ber und zum 1. Janu­ar Preis­er­hö­hun­gen ankün­dig­ten. Die Ver­gleichs­platt­form Check24 zähl­te eben­falls 160 Strom­ver­sor­ger, die Preis­er­hö­hun­gen ent­we­der bereits umge­setzt, oder sol­che für das kom­men­de Jahr ange­mel­det haben. Eine Aus­nah­me bil­den dabei E.ON und die RWE-Toch­ter Inno­gy: Wer sei­nen Strom­ta­rif hier bezieht, darf erst­mal auf­at­men — denn die Prei­se sol­len, wenigs­tens vor­läu­fig, sta­bil blei­ben. Ein Spre­cher von E.ON äußer­te dazu: “Wir beob­ach­ten die Ent­wick­lung.”

Der Grund: Gestie­ge­ne Ein­kaufs­prei­se

Strom im Ein­kauf wird immer teu­rer. Die­ses Argu­ment führ­ten die Strom­an­bie­ter an, um die­sen Schritt zu recht­fer­ti­gen, wäh­rend dem Ver­brau­cher erst­mal die Kinn­la­de run­ter klapp­te. Laut dem Bran­chen­ver­band BdEW sei der Ein­kaufs­preis für Strom in den letz­ten Jah­ren um mehr als die Hälf­te gestie­gen. In einer Ana­ly­se der Bun­des­netz­agen­tur wird deut­lich, dass die Beschaf­fungs­kos­ten 21,5 % der Gesamt­kos­ten für Strom aus­ma­chen.
Fal­sche Hoff­nung könn­te die Ent­las­tung der Öko­strom-Umla­ge (EEG) erwe­cken, da die­se cir­ca ein Vier­tel des Strom­prei­ses aus­macht. Die­se finan­ziert die Öko­strom-För­de­rung, was Solar, Wind­kraft, Was­ser­kraft­an­la­gen, Bio­gas, Geo­ther­mie etc. ein­schließt. Jedoch sind die Ein­spa­run­gen, die an die­ser Stel­le gewon­nen wer­den, nicht hoch genug. Strom­an­bie­ter ver­zeich­ne­ten, dass durch den erhöh­ten Ein­kaufs­preis die EEG-Ent­las­tung qua­si auf­ge­ho­ben wer­de. Zusätz­lich bewir­ke der Anstieg der Prei­se für CO²-Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­te eben­falls die Kos­ten­er­hö­hung des Stroms.

Die Kri­tik: Eigen­nüt­zig­keit

Unter den Ver­brau­cher­schüt­zern wur­de bei Ankün­di­gung der stei­gen­den Strom­prei­se Kri­tik laut: “Als vor eini­gen Jah­ren die Bör­sen­prei­se gesun­ken sind, haben die Ver­sor­ger auf ihre lang­fris­ti­gen Ver­trä­ge ver­wie­sen und die Ein­spa­run­gen nicht an ihre Kun­den wei­ter­ge­ge­ben”, sag­te der Ener­gie­ex­per­te der Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW, Udo Sie­ver­ding. Anders­her­um, jetzt wo die Strom­prei­se stei­gen, muss der Kun­de mit­zie­hen, wäh­rend er in den ver­gan­ge­nen Jah­ren von der sta­bi­len Lage nicht pro­fi­tie­ren durf­te.

Die kon­kre­ten Zah­len

In kon­kre­ten Zah­len bedeu­tet die­se Stei­ge­rung von 4–5 % nach einer Rech­nung des Strom­por­tals Strom­Aus­kunft einen durch­schnitt­li­chen Preis von 30,5 Cent pro kWh. Wie hoch die Kos­ten letzt­end­lich genau aus­fal­len, hängt auch vom Bun­des­land ab. Beson­ders stark betrof­fen sei­en Bran­den­burg und Hes­sen.

Und jetzt?

Was kann der Ver­brau­cher in die­sem Fall tun? Lohnt sich ein Anbie­ter­wech­sel? Oder gibt es eine geschick­te­re Mög­lich­keit?

Ein Grund für zu hohe Strom­prei­se könn­ten durch­aus ver­al­te­te Ver­trä­ge mit klas­si­scher Grund­ver­sor­gung sein. In die­sem Fall kann sich der Strom­bie­ter­wech­sel schon mal loh­nen.
Da jedoch die Kos­ten für Strom nicht nur ver­ein­zelt erhöht wer­den sol­len und die gestei­ger­ten Strom­prei­se den Groß­teil aller End­kun­den bei ver­schie­de­nen Anbie­tern betref­fen, muss es auch anders gehen. Smart­ri­ci­ty bie­tet dir Hil­fe­stel­lung, wie du auch nach dem Anstieg der Prei­se dei­ne Strom­rech­nung unter Kon­trol­le hal­ten kannst: Durch den Aus­tausch eines ver­al­te­ten Strom­fres­sers durch ein ener­gie­ef­fi­zi­en­tes Neu­ge­rät mit­hil­fe unse­res Smart­scores und mit dem akti­ven Strom­spa­ren in dei­nem Haus­halt — sei es beim Kühl­schrank, der Wasch­ma­schi­ne, dem Trock­ner, dem TV… Ein­spar­po­ten­zia­le ver­ber­gen sich über­all!


Pho­to by raw­pi­xel on Uns­plash