Die Küche erlebt in den letz­ten Jah­ren einen Höhen­flug auf dem Elek­tro­nik­markt. Durch tech­ni­sche Inno­va­tio­nen wird sie immer intel­li­gen­ter und unter­stützt Hob­by­kö­che und sol­che, die es noch wer­den möch­ten, mit zahl­rei­chen Fea­tures. Im Durch­schnitt fal­len zehn Pro­zent des gesam­ten Strom­ver­brauchs eines Haus­halts allein auf das Kochen und Backen. Dabei ver­brau­chen gera­de Back­öfen rela­tiv viel Strom. Umso wich­ti­ger ist es also, einen mög­lichst ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Back­ofen für das Zube­rei­ten der Lieb­lings­ge­rich­te ein­zu­set­zen, um nicht nur Ener­gie, son­dern auch Geld zu spa­ren.
Wor­auf du bei dem Kauf dei­nes neu­en, umwelt­scho­nen­den Back­ofens ach­ten soll­test, erfährst du in die­sem Blog­post!

Die Grö­ße

Back­öfen wer­den in ver­schie­de­nen Grö­ßen ange­bo­ten. Zwar mögen beson­ders gro­ße Model­le ein­drucks­voll aus­se­hen, jedoch sind sie oft­mals gar nicht not­wen­dig. Denn nicht nur in Grö­ße und Preis über­bie­ten sie oft­mals die klei­ne­ren Ver­sio­nen, ein gro­ßer Innen­raum ver­braucht auch wesent­lich mehr Ener­gie beim Auf­hei­zen. Des­halb ist es wich­tig, sich als Käu­fer zu fra­gen, wie viel Platz im Back­ofen­in­ne­ren wirk­lich benö­tigt wird.

Die Pro­gramm­aus­wahl

Neue­re Back­ofen­mo­del­le bie­ten eine beein­dru­cken­de Band­brei­te an ver­schie­de­nen Behei­zungs­ar­ten: Von Dampf­ga­ren, über Mikro­wel­le, Grill und Auf­tau­en, bis hin zur Piz­za­stu­fe. Die­se sind aber nicht unbe­dingt ener­gie­spa­rend. Die Dampf­gar­funk­ti­on bei­spiels­wei­se ist eine Kom­bi­na­ti­on aus Dampf und Heiß­luft, die zwar für eini­ge Gerich­te beson­ders gut geeig­net ist, jedoch dau­ert hier­bei die Zube­rei­tung wesent­lich län­ger. Demen­spre­chend ist auch der Ener­gie­ver­brauch deut­lich höher. Die klas­si­sche Umluft­funk­ti­on hin­ge­gen ist zumeist das ener­gie­ef­fi­zi­en­tes­te Pro­gramm. Im Ver­gleich zur Ober- und Unter­hit­ze muss der Ofen hier weni­ger stark erhitzt wer­den. Durch­schnitt­lich ver­braucht das Umluft­pro­gramm 20 Pro­zent weni­ger Ener­gie. Durch einen Ven­ti­la­tor im Innen­raum wird die Luft außer­dem gleich­mä­ßig ver­teilt. Auf die­se Wei­se kön­nen  meh­re­re Back­ble­chegleich­zei­tig in den Ofen gescho­ben wer­den. Muss Essen für vie­le hung­ri­ge Bäu­che zube­rei­tet wer­den, sind weni­ger Durch­gän­ge not­wen­dig.

Eini­ge neue­re Back­ofen­mo­del­le besit­zen sogar eine Eco-Umluft­funk­ti­on, oft­mals unter dem Begriff Eco­therm. Die­se Behei­zungs­art ver­spricht, beson­ders ener­gie­spa­rend zu sein.

Hit­ze­schutz­tür

Die Inves­ti­ti­on in einen Back­ofen mit Hit­ze­schutz­tür lohnt sich. Denn die­se iso­liert den Ofen sehr gut, wodurch weni­ger Hit­ze ent­wei­chen kann. Aus­tre­ten­de Ener­gie, die ins Lee­re ver­pufft, wird so mini­miert.

Selbst­rei­ni­gungs­funk­tio­nen und Rei­ni­gungs­hil­fen

Moder­ne Back­ofen­mo­del­le bie­ten eine Viel­zahl an Selbst­rei­ni­gungs­funk­tio­nen und Rei­ni­gungs­hil­fen, die einem das läs­ti­ge Put­zen des Back­ofen­in­nen­raums erleich­tern sol­len.
Beson­ders viel Arbeit nimmt der Pyro­ly­se-Back­ofen ab. Mit die­sem Spe­zi­al­pro­gramm heizt der Ofen für meh­re­re Stun­den ein und erreicht dabei Tem­pe­ra­tu­ren von 500 bis 600 Grad. Dabei zer­fällt sämt­li­cher Schmutz im Innen­raum zu Asche. Die­se muss anschlie­ßend nur noch her­aus­ge­kehrt wer­den, wodurch läs­ti­ge Putz­zeit gespart wird. Das klingt zunächst ein­mal ver­lo­ckend, jedoch birgt die­se Funk­ti­on auch eini­ge Nach­tei­le. Bei vie­len Gerä­ten darf der Selbst­rei­ni­gungs­pro­zess nur weni­ge Male jähr­lich durch­ge­führt wer­den. Dadurch, dass ein Durch­gang drei bis vier Stun­den benö­tigt, wer­den bei jedem Pyro­ly­se­vor­gang oft mehr als sechs Kilo­watt­stun­den ver­braucht. Die­ser unnö­ti­ge Ener­gie­ver­brauch macht sich auch auf der Strom­rech­nung bemerk­bar. Auch im Ein­kauf ist der Pyro­ly­se-Back­ofen wesent­lich teu­er: Für die­se Funk­ti­on muss man schnell mal 250 bis 800 Euro mehr drauf­le­gen.

Eine ener­gie­ef­fi­zi­en­te­re Alter­na­ti­ve bie­ten die Rei­ni­gungs­hil­fen. Ein Bei­spiel hier­für ist die Rei­ni­gungs­funk­ti­on Per­fect Clean. Hier­bei ist der Innen­raum des Back­ofens mit einer spe­zi­el­len Ober­flä­che aus­ge­stat­tet, von der sich Schmutz ganz ein­fach abwi­schen lässt. Die­se Model­le lau­fen auch unter den Bezeich­nun­gen Tita­nE­mail, TitanG­lanz und Long­Clean.

Einen wei­te­ren guten Kom­pro­miss lässt sich mit der Kata­ly­se-Funk­ti­on schlie­ßen. Hier­bei sind die Back­ofen­ober­flä­chen mit einer kata­ly­tisch beschich­te­ten Email­le ver­klei­det. Bereits wäh­rend des Backens sorgt die­se dafür, dass sich Essens­res­te und Fett­ab­la­ge­run­gen zer­set­zen. Oft­mals wird die­se Funk­ti­on auch unter EcoClean oder als selbst­rei­ni­gen­des Kata­ly­see­mail geführt.

Die ers­te Wahl beim im Hin­blick auf die Ener­gie­ef­fi­zi­enz bleibt jedoch das alt­be­währ­te Putz­mit­tel. Hat man also regel­mä­ßig ein paar Minu­ten, um den Ofen selbst per Hand zu säu­bern, spart man nicht nur Strom, son­dern auch Geld.

Behandschuhte Hände schieben ein Blech mit Muffins in den Backofen

Die Zeit­schalt­au­to­ma­tik

Die­ses Fea­ture ermög­licht das auto­ma­ti­sche Ein- und Aus­schal­ten des Back­ofens. So wird ver­mie­den, dass ver­ges­se­ne Gerich­te im Ofen anbren­nen. Außer­dem läuft der Back­ofen mit die­ser Funk­ti­on nie län­ger, als er müss­te.

Die Bau­wei­se

Wäh­rend es frü­her üblich war, den Back­ofen in Kom­bi­na­ti­on mit einem Herd zu kau­fen, gibt es heut­zu­ta­ge zahl­rei­che Varia­tio­nen. Die frei­ste­hen­de Vari­an­te des Ofens bringt eine Men­ge Vor­tei­le mit sich. Zum einen lässt sich die Küchen­ein­rich­tung hier­mit wesent­lich kom­for­ta­bler gestal­ten, da ein getrenn­ter Back­ofen zum Bei­spiel auf Arbeits­hö­he ein­ge­baut wer­den kann. Ist der Ofen vom Herd getrennt, kann ein kaput­tes Teil außer­dem viel unkom­pli­zier­ter aus­ge­tauscht wer­den, ohne dass der funk­tio­nie­ren­de Teil eben­falls ent­sorgt wer­den muss. Falls die Küchen­zei­le nicht genug Platz bie­tet, den Back­ofen ein­zu­bau­en, sind frei­ste­hen­de Back­öfen eine gute Alter­na­ti­ve.

Das Ener­gie­la­bel

Jedes Elek­tro­nik­ge­rät ist mit dem EU-Label aus­ge­zeich­net, das über die Ener­gie­ef­fi­zi­enz des jewei­li­gen Modells Aus­kunft gibt. Aktu­ell gibt es im Han­del Gerä­te mit einer Span­ne von B, der schlech­tes­ten Stu­fe, bis A+++, der bes­ten Ener­gie­ef­fi­zi­enz­klas­se, zu kau­fen.

Wei­te­re Funk­tio­nen

Nicht jedes inno­va­ti­ve Fea­ture sorgt für mehr Ener­gie­ef­fi­zi­enz, jedoch sind eini­ge unge­mein prak­tisch. Die Inte­gra­ti­on von Tele­skop­aus­zugs­schie­nen ermög­licht, Ble­che bei­na­he kom­plett aus dem Ofen zu zie­hen, ohne dass die­se vorn­über­kip­pen. So wird ver­mie­den, dass man sich an Blech und Git­ter­stä­ben ver­brennt. Zudem kön­nen Spei­sen kom­for­ta­bler rein- und raus­ge­ge­ben wer­den. Auch cle­ve­re Tür­sys­te­me bie­ten zusätz­li­chen Kom­fort: Hier­bei wird die Back­of­en­tür beim Öff­nen kom­plett ein­ge­fah­ren, meist in einen dafür vor­ge­se­he­nen Zwi­schen­raum unter­halb des Back­ofens. Alter­na­tiv gibt es Türen, die sich zur Sei­te auf­klap­pen las­sen. So ist die Back­of­en­tür nicht län­ger im Weg.

Ver­eint dein neu­er Back­ofen all die­se Merk­ma­le, bist du ener­gie­tech­nisch defi­ni­tiv auf der siche­ren Sei­te und ver­rin­gerst dei­nen öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck glei­cher­ma­ßen wie dei­ne Strom­rech­nung. Auf smartricity.de fin­dest du die ener­gie­ef­fi­zi­en­tes­ten Model­le und erfährst, wie dein eige­ner Back­ofen in Sachen Nach­hal­tig­keit abschnei­det!

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