Anfang Juni kün­dig­te Apple zahl­rei­che neue Soft­wares und Fea­tures an — dar­un­ter das Ton­for­mat Dol­by Atmos für den Apple TV 4K. Ob Zufall oder nicht, der Zeit­punkt passt per­fekt: Die Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft steht an und die Elek­tro­nik­gi­gan­ten eifern danach, die Sport­er­eig­nis­se durch ihre inno­va­ti­ven TV-Tech­no­lo­gi­en künf­tig zu einem Haut­nah-Erleb­nis zu machen. Und dabei gilt nur ein Mot­to: Grö­ßer, schär­fer, stär­ker — und noch lebens­ech­ter.
Wäh­rend der Gedan­ke nun in vie­len Köp­fen her­um­geis­tert, sich für das bevor­ste­hen­de Sport­event einen neu­en Fern­se­her zuzu­le­gen, kön­nen wir uns vor Son­der­an­ge­bo­ten und Upgrade-Schnäpp­chen kaum noch ret­ten. Dabei fällt es oft­mals nicht leicht den Über­blick zu behal­ten, was es eigent­lich Neu­es auf dem Markt gibt und wel­che Aus­stat­tung der eige­ne TV für das opti­ma­le WM-Erleb­nis über­haupt braucht.

Kino­klang und Desi­gner­stück

Wer in naher Zukunft das eige­ne Wohn­zim­mer in einen Kino­saal ver­wan­deln will, könn­te mit dem Apple TV 4K einen Glücks­tref­fer lan­den. Durch die Sur­round-Sound-Tech­nik Dol­by Atmos erfährt der Zuschau­er 3D-Sound­ef­fek­te — so kann es schon mal vor­kom­men, dass man gegen den Instinkt ankämpft, sich vor einem tief­flie­gen­den Hub­schrau­ber zu ducken oder das rea­lis­tisch-schwin­del­erre­gen­de Gefühl hat, auf einer insta­bi­len Brü­cke über einem tosen­den Fluss zu wan­ken. Der Apple-TV wäre mit dem Release der ers­te Strea­ming­dienst, der die­ses Fea­ture bie­tet.

Beson­ders auf­se­hen­er­re­gend zu Beginn des Jah­res war Sam­sungs “The Wall”. Mit 164 Zoll, also einer Höhe von 3,71 Metern und sei­ner 8K Auf­lö­sung ist die­ser TV ein ech­ter Rie­se. “The Wall” funk­tio­niert durch selbst­leuch­ten­de Mikro-LEDs, die wir so bis­her nur von schil­lern­den Leucht­re­kla­men wie am Times Squa­re in New York City kann­ten. Der TV kommt ohne Farb­fil­ter und Hin­ter­grund­be­leuch­tung aus, da jeder Bild­punkt eine eige­ne Leuch­ti­ode hat. So wer­den die Kon­tras­te enorm ver­bes­sert — die Auf­lö­sung des TV-Gigan­ten ist beein­dru­ckend.

Auch lässt sich inner­halb der TV-Indus­trie der Trend beob­ach­ten, aus dem “sper­ri­gen” Kas­ten ein Deko­ele­ment zu machen, wel­ches zur rest­li­chen Gestal­tung des Rau­mes passt — oder optisch ganz dar­in ver­schwin­det. So gibt es Sam­sungs “The Frame” bereits zu kau­fen. Die­ser sieht einem Bil­der­rah­men zum ver­wech­seln ähn­lich.
LG ver­sucht die­se Her­aus­for­de­rung auf ande­re Wei­se zu lösen: Das Unter­neh­men prä­sen­tier­te die­ses Jahr den Pro­to­ty­pen eines 65 Zoll gro­ßen, roll­ba­ren Fern­se­hers mit OLED-Dis­play. Wird das Gerät gera­de nicht genutzt, ver­schwin­det es in einem deko­ra­ti­ven Sockel. Extrem dünn und auf­roll­bar erin­nert es mehr an ein Pos­ter, als an ein elek­tro­ni­sches Gerät. Auch Pana­so­nic arbei­tet gera­de inten­siv an einem durch­sich­ti­gen Bild­schirm.

Im Dop­pel­pack

Für all die­je­ni­gen, sich tat­säch­lich einen neu­en Fern­se­her leis­ten möch­ten, ist die­se Ankün­di­gung beson­ders inter­es­sant: Gerä­te mit den Auf­lö­sun­gen UHD und 4K sol­len immer güns­ti­ger wer­den und ultra­ho­he Bild­auf­lö­sung und mehr Bild­de­tails bezahl­ba­rer machen. Vie­le der Model­le, die es nun güns­ti­ger zu kau­fen gibt, unter­stüt­zen auch HDR (High Dyna­mic Ran­ge), was die Bild­dy­na­mik und die Kon­tras­te inten­si­viert und das Bild so rea­lis­ti­scher macht. Und hier liegt der sprin­gen­de Punkt: Wäh­rend der Zuschau­er UHD allei­ne kaum wahr­nimmt, sorgt die Kom­bi­na­ti­on aus UHD oder 4K mit HDR für den spür­ba­ren Unter­schied. Von nun an gibt es Fern­se­her mit die­sem Dop­pel­pack-Fea­ture auch unter 500 Euro zu kau­fen — beson­ders zu emp­feh­len natür­lich mit ener­gie­ef­fi­zi­en­ter LED-Tech­no­lo­gie .

Das per­fek­te Gerät für die Fuß­ball-WM

Moderner Fernseher auf weißem Fernsehtisch, links daneben eine Topfpflanze

Bei all den aus­ge­fal­le­nen, beein­dru­cken­den neu­en Pro­duk­ten fällt es manch­mal schwer, sich auf das Wesent­li­che zu kon­zen­trie­ren. Kauft man einen neu­en Fern­se­her anläss­lich der bevor­ste­hen­den WM, sind sol­che Desi­gnexo­ten zwar beein­dru­ckend, aber wahr­schein­lich nicht unbe­dingt not­wen­dig. Trotz­dem gilt es neben, HDR und UHD noch auf wei­te­re Fak­to­ren zu ach­ten.

1. Der Blick­win­kel

Das Fuß­ball­schau­en wird vor allem wäh­rend der Welt­meis­ter­schaft zu einem Ereig­nis, das man mit Freun­den und der Fami­lie tei­len will. Damit dabei jeder ein tol­les Bild genie­ßen kann, ist ein gro­ßer Betrach­tungs­win­kel enorm wich­tig. Denn unter einem zu klei­nen Betrach­tungs­win­kel lei­den Far­be, Sät­ti­gung und Kon­trast. In die­sem Punkt über­bie­tet der OLED-Fern­se­her den LCD-TV — und erweist sich als die bes­se­re Par­tie.

2. Die Hel­lig­keit

Damit die Far­ben auf dem Feld kräf­tig leuch­ten, braucht der Fern­se­her eine star­ke Hin­ter­grund­be­lich­tung. Hier­bei punk­ten OLED-Bild­schir­me, da sie für leben­di­ge­re Far­ben und sat­te­res Schwarz sor­gen. Eine gute Alter­na­ti­ve sind Bild­schir­me mit Quan­tum-Dot-Tech­no­lo­gie, die für ein star­kes Bild drau­ßen im son­ni­gen Frei­en sogar bes­ser geeig­net sind.

3. Die Grö­ße

Gro­ße TVs bie­ten eine beson­ders gute Bild­qua­li­tät. Doch kann man nicht pau­schal behaup­ten, dass das Bild bes­ser wird, je grö­ßer der Bild­schirm ist. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Fak­tor ist der Sitz­ab­stand zum TV. Zwar gibt es ein paar For­meln, anhand derer sich die opti­ma­le Grö­ße grob abschät­zen lässt, jedoch kann man die­se nicht ganz pau­schal anwen­den. Eine davon für UHD-Gerä­te lau­tet: Der Sitz­ab­stand in Zen­ti­me­tern geteilt durch 1,5. Es emp­fiehlt sich aber, ein­fach selbst mal in den Elek­tro­nik­markt zu gehen und ver­schie­de­ne Fern­se­her mit dem jewei­li­gen Abstand zu tes­ten.

4. Die ein­stell­ba­re Bewe­gungs­op­ti­mie­rung

Um ruckeln­de und ungleich­mä­ßi­ge Bewe­gun­gen zu ver­mei­den, hilft das Fea­ture einer ein­stell­ba­ren Bewe­gungs­op­ti­mie­rung. Indem bei die­ser Ein­stel­lung Zwi­schen­bil­der berech­net wer­den, lan­det der Ball noch flüs­si­ger im Tor.

5. Der Ton

Gera­de bei beson­ders fla­chen Gerä­ten tre­ten die Laut­spre­cher und damit die Sound­qua­li­tät häu­fig zu kurz. Somit ist es wich­tig, die­se vor dem Kauf aus­zu­pro­bie­ren. Lässt es das Bud­get zu, emp­fiehlt es sich, in exter­ne Laut­spre­cher für ein Haut­nah-Erleb­nis zu inves­tie­ren.

Wel­cher Fern­se­her es jedoch letzt­end­lich in die eige­nen vier Wän­de schafft, hängt natür­lich auch immer vom Geld­beu­tel des Käu­fers ab. Doch einen gro­ßen TV mit tol­lem Sound und eini­gen tol­len Fea­tures fin­det man auch jen­seits der dies­jäh­ri­gen Tech­nik- und Desi­gnin­no­va­tio­nen. Nach­dem UHD und 4K bereits jetzt immer güns­ti­ger wer­den, sind wir gespannt, wann in Zukunft auch wir die Welt­meis­ter­schaft auf einer roll­ba­ren Fern­seh­ta­pe­te oder einem gigan­ti­schen Bild­schirm à la “The Wall” ver­fol­gen dür­fen!

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Pho­to by Peter Gla­ser on Uns­plash