Neben der Wasch­ma­schi­ne ist auch der Trock­ner einer der größ­ten Strom­fres­ser im Haus­halt. Er ver­braucht durch­schnitt­lich sogar vier­mal so viel Strom wie eine Wasch­ma­schi­ne und ist im Schnitt für mehr als zehn Pro­zent des gesam­ten Strom­ver­brauchs eines Pri­vat­haus­halts ver­ant­wort­lich.

Wenn die Strom­rech­nung also mal wie­der eine nega­ti­ve Über­ra­schung bereit hält, gilt es, den hei­mi­schen Trock­ner mal genau­er unter die Lupe zu neh­men. Haupt­grund für einen erhöh­ten Strom­ver­brauch sind ins­be­son­de­re ver­al­te­te Gerä­te, sodass bei einem Alter von sie­ben bis zehn Jah­ren ein Neu­kauf wie­der an der Zeit ist.

Hier ver­ra­ten wir dir, wel­che Eigen­schaf­ten dein neu­er ener­gie­spa­ren­der Trock­ner haben soll­te!

Der pas­sen­de Modell­typ

Zunächst stellt sich die Fra­ge nach dem pas­sen­den Modell­ty­pen:
Abluft­trock­ner, Kon­den­sa­ti­ons­trock­ner oder doch lie­ber Gas­trock­ner?

1. Der Abluft­trock­ner

Der Abluft­trock­ner lei­tet die beim Trock­nen ent­ste­hen­de, feuch­te Luft durch einen Schlauch nach außen. Aus die­sem Grund sind Abluft­trock­ner nicht für geschlos­se­ne Räu­me geeig­net. Außer­dem ent­ste­hen durch das stän­di­ge Lüf­ten erhöh­te Heiz­kos­ten. Somit ist von dem Kauf die­ses Modells für den Pri­vat­haus­halt abzu­ra­ten.

2. Der Kon­den­sa­ti­ons­trock­ner

Die­ser Trock­ner­typ sam­melt die abge­kühl­te Luft in einem Behäl­ter. Jedoch sind auch kon­ven­tio­nel­le Kon­den­sa­ti­ons­trock­ner eher unge­eig­net, denn sie sind nicht dazu in der Lage, die beim Trock­nen ent­ste­hen­de Rest­wär­me effi­zi­ent zu nut­zen und ver­braucht infol­ge­des­sen deut­lich mehr Strom pro Durch­gang.
Ganz im Gegen­teil die neue­ren Kon­den­sa­ti­ons­trock­ner mit Wär­me­pum­pe — die­se Wei­ter­ent­wick­lung des Kon­den­sa­ti­ons­trock­ners ersetzt den Kon­den­sa­tor als Kühl­ele­ment durch eine Wär­me­pum­pe. Die Wär­me­pum­pe kühlt die bei jedem Trock­nungs­gang enste­hen­de war­me Abluft ab und ver­wen­det die bei die­sem Pro­zess ent­ste­hen­de Ener­gie dafür, erneut Außen­luft zu erhit­zen und zur Wäsche­trock­nung in die Trom­mel zu lei­ten. Somit funk­tio­nie­ren Model­le mit die­ser inno­va­ti­ven Tech­no­lo­gie wesent­lich ener­gie­ef­fi­zi­en­ter als ihre Vor­gän­ger.

3. Der Gas­trock­ner

Auch die­se Vari­an­te ist emp­feh­lens­wert, da Erd­gas wir­kungs­vol­ler als elek­tri­sche Ener­gie ist. Um einen Gas­trock­ner zu nut­zen, bedarf es jedoch einen Gas­an­schluss am Stand­ort des Trock­ners.

Ins­ge­samt gilt: alle moder­nen Wär­me­pum­pen­trock­ner sind sehr ener­gie­ef­fi­zi­ent. Durch den Ersatz eines her­kömm­li­chen Trock­ners durch einen Kon­den­sa­ti­ons­trock­ner mit Wär­me­pum­pen­techo­lo­gie kannst du den Ener­gie­ver­brauch um mehr als 50 % redu­zie­ren!

Front­la­der

Wie bei der Wasch­ma­schi­ne wird auch bei Wäsche­trock­nern zwi­schen Top- und Front­la­dern unter­schie­den. Die Front­la­der, also Trock­ner, wel­che von vor­ne befüllt wer­den, sind auf dem Markt deut­lich belieb­ter. Dadurch ist die­se Vari­an­te auf dem Markt in grö­ße­rer Aus­wahl erhält­lich und die Tech­no­lo­gi­en teil­wei­se wei­ter fort­ge­schrit­ten. Dadurch ist es wesent­lich leich­ter, einen pas­sen­den, ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Front­loa­der zu fin­den.

Eco-Modus

Beim Kauf eines Neu­ge­räts soll­te dar­auf geach­tet wer­den, dass neben gewöhn­li­chen Tro­cken­pro­gram­men auch ein ener­gie­spa­ren­des Eco-Pro­gramm inte­griert ist. Die Pro­gramm­zeit ist zwar etwas höher, jedoch wird die Wäsche bei nied­ri­ge­ren Tem­pe­ra­tu­ren getrock­net. Dies ist nicht nur ener­gie­spa­rend, son­dern schont auch die Wäsche.

Sen­sor­ge­steu­er­te Auto­Dry-Tech­no­lo­gie

Wäsche­trock­ner, die mit der Auto­Dry-Tech­no­lo­gie aus­ge­stat­tet sind, mes­sen anhand von Sen­so­ren die Rest­feuch­tig­keit der Wäsche und regu­lie­ren nach Bedarf die Wär­me­stu­fe und Dreh­zahl des Trock­nungs­gangs. So wird ein über­mä­ßi­ges Erhit­zen der Wäsche und unein­heit­li­ches Trock­nen ver­hin­dert.
Dies kommt zum einen der Klei­dung zugu­te, da die Wäsche deut­lich scho­nen­der getrock­net wird. Hin­zu kommt, dass durch die indi­vi­du­ell an die Wasch­men­ge ange­pass­te Tem­pe­ra­tur und Dau­er der Ener­gie­be­darf pro Trock­nungs­gang redu­ziert wer­den kann.

Lade­ka­pa­zi­tät

Unter der Lade­ka­pa­zi­tät eines Wäsche­trock­ners ver­steht man die Füll­men­ge der Trom­mel. Die maxi­ma­le Füll­men­ge wird nach Gewicht der Wäsche berech­net. Hier soll­te beim Kauf dar­auf geach­tet wer­den, die­se den eige­nen Bedürf­nis­sen anzu­pas­sen: Denn der Trock­ner soll­te stets voll bela­den wer­den. Bei klei­nen Haus­hal­ten soll­te die Fas­sung daher nicht zu groß sein, um einen häu­fi­gen Betrieb mit halb­vol­ler Trom­mel zu ver­mei­den. Eben­so gilt es für Fami­li­en, lie­ber ein Modell mit höhe­rer maxi­ma­ler Ladungs­ka­pa­zi­tät zu wäh­len, sprich ein Modell mit grö­ße­rer Trom­mel, um die Anzahl der Trock­nungs­gän­ge zu redu­zie­ren.

Anpas­sung an die Wasch­ma­schi­ne

Im Gegen­satz zur Wasch­ma­schi­ne bezieht sich die Füll­men­ge beim Trock­ner auf nas­se Wäsche. Die­se ist durch das Was­ser schwe­rer als die tro­cke­ne Wäsche, die man in die Wasch­ma­schi­ne gibt. Also gilt es zu beach­ten, dass der Trock­ner ein grö­ße­res Fas­sungs­ver­mö­gen als die Wasch­ma­schi­ne haben soll­te. Gene­rell gilt, dass die Ladungs­ka­pa­zi­tät des Wäsche­trock­ner ein­ein­halb Mal so hoch wie die der Wasch­ma­schi­ne sein soll­te.
Das heißt, ein Haus­halt mit einer bis zu sechs Kilo­gramm fas­sen­den Wasch­ma­schi­ne soll­te sich einen Trock­ner mit einem Füll­vo­lu­men von acht bis neun Kilo­gramm zule­gen.
In Sin­gle-Haus­hal­ten reicht in der Regel ein Trock­ner mit einer Bela­dungs­men­ge von drei bis fünf Kilo­gramm aus, in Zwei-Per­so­nen-Haus­hal­ten eig­nen sich Gerä­te mit einer Füll­men­ge von fünf bis sechs Kilo­gramm und wäh­rend Fami­li­en auf Gerä­te mit sie­ben bis neun Kilo­gramm Lade­ka­pa­zi­tät set­zen soll­ten.

Selbst­rei­ni­gungs­au­to­ma­tik

Trock­ner, die mit selbst­rei­ni­gen­den Kon­den­sa­to­ren aus­ge­stat­tet sind, neh­men dem Benut­zer die regel­mä­ßi­ge Hand-Rei­ni­gung des Kon­den­sa­tors ab. Ins­ge­samt ist die Instand­hal­tung von Wär­me­pum­pen­trock­nern nicht auf­wen­di­ger als die kon­ven­tio­nel­ler Kon­den­sa­ti­ons­trock­ner: Das Flu­sen­sieb und der Behäl­ter für das Kon­den­sa­ti­ons­was­ser sind zumeist schnell gerei­nigt, jedoch ist die Säu­be­rung des Kon­den­sa­tor­fil­ters wesent­lich auf­wen­di­ger und gerät leicht in Ver­ges­sen­heit. Bei man­geln­der Sau­ber­keit ver­stopft der Trock­ner und wird mit jedem wei­te­ren Durch­gang inef­fi­zi­en­ter und strom­fres­sen­der. Um einem erhöh­ten Strom­ver­brauch ent­ge­gen­zu­wir­ken und sich die zeit­auf­wen­di­ge Rei­ni­gung und War­tung des Wär­me­pum­pen­fil­ters zu erspa­ren, eig­net sich der Kauf eines Neu­ge­räts mit Selbst­rei­ni­gungs­au­to­ma­tik. Bei den neue­ren Gerä­ten arbei­tet die­se Tech­no­lo­gie zuver­läs­sig und kom­for­ta­bel.

Hier kannst du dir einen neu­en, ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Trock­ner aus­su­chen. Unse­re Lieb­lings­trock­ner für den Win­ter 2018 sind die­se Model­le von Beko, Bosch und Goren­je.

Übri­gens: Wuss­test du, dass unge­fähr 70–80% der Umwelt­be­las­tung auf den Gebrauch und nicht etwa die Her­stel­lung des Geräts zurück­zu­füh­ren sind? Zudem ist der Ver­käu­fer des Neu­ge­räts dazu ver­pflich­tet, dein Alt­ge­rät ent­ge­gen­zu­neh­men und zu recy­clen.
In die­sem Sin­ne: Fröh­li­ches shop­pen!


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