Das Bewusst­sein unse­rer Gesell­schaft rich­tet sich mehr und mehr auf umwelt­freund­li­che Gerä­te aus. Zahl­rei­che Prei­se von diver­sen Stif­tun­gen wer­den für inno­va­ti­ve, nach­hal­ti­ge Pro­duk­te ver­lie­hen. Und zum Glück gibt es eini­ge Tüft­ler, die an sol­chen arbei­ten. Dabei sind der Taschen­grill, das Fair­pho­ne und das Solar­au­to nur weni­ge unwelt­freund­li­che Inno­va­tio­nen aus Tau­sen­den.

1. Das Solar-Lade­ge­rät

Die­se Gerä­te sind nicht nur sehr nach­hal­tig, son­dern auch eine tol­le Erfin­dung für alle Rei­se­ver­rück­ten und Out­door-Fans. Mit der trag­ba­ren, unab­hän­gi­gen Lade­sta­ti­on wird über ein Solar­mo­dul in der Ober­flä­che Strom durch Son­nen­ein­strah­lung erzeugt. Hier kann man sich zwi­schen zwei Optio­nen ent­schei­den: Zum einen die Solar-Power­bank, die die umge­wan­del­te Ener­gie auch tat­säch­lich spei­chert, zum ande­ren das Solar-Panel. Die­ses hat zwar kei­ne Bat­te­rie, ist aber wesent­lich grö­ßer, wodurch man meh­re­re Gerä­te zeit­gleich auf­la­den kann. Zwar las­sen sich Smart­pho­ne und Co. damit nicht über­all auf­la­den, doch wird die Lade­sta­ti­on mit die­ser Erfin­dung auch fern­ab vom Strom­netz ein­setz­bar und umwelt­freund­lich zugleich. Ein wei­te­rer Plus­punkt: Strom von der Son­ne kos­tet nichts.

2. Der Taschen­grill

Die­se Erfin­dung aus der Schweiz passt per­fekt zu den ste­tig stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren und macht noch mehr Lust auf Som­mer: Der Mini-Grill ist nicht nur prak­tisch für Pick­nicks im Park und BBQ am See. Er pro­du­ziert außer­dem kei­nen Müll — und gewinnt dadurch einen ent­schei­den­den Vor­teil gegen­über dem Ein­weg­grill. Der kom­pak­te Blech­ka­me­rad passt in jede Tasche. Mit Koh­le, Anzün­der und ein wenig Geduld lässt sich ein ent­spann­ter Grill­nach­mit­tag ver­brin­gen, ohne dabei Müll zu erzeu­gen, der auf­wän­dig recy­celt wer­den muss. Die schmut­zi­gen Tei­le sind spül­ma­schi­nen­fest und ver­rin­gern den Auf­wand dadurch noch mehr. Noch gibt’s Seve­rin Gue­rigs Taschen­grill nicht zu kau­fen, doch lässt er sich auf der Web­site bereits vor­be­stel­len. Es bleibt also abzu­war­ten, ob sich der stol­ze Preis von 80€ für den klei­nen Hel­fer lohnt.

3. Das Fair­pho­ne

Das ers­te Öko-Smart­pho­ne schmückt sich als ein­zi­ges auf dem Markt mit dem Öko­sie­gel Blau­er Engel: Die­ses garan­tiert ver­bes­ser­te Arbeits­be­din­gun­gen und Löh­ne in der Pro­duk­ti­on, Umwelt­be­wusst­sein, Wie­der­ver­wert­bar­keit und extrem erleich­ter­te Repa­ra­tur­mög­lich­kei­ten. Fabi­an Hüh­ne von Fair­pho­ne betont: “Wir arbei­ten in vier Kern­be­rei­chen zu Nach­hal­tig­keit: Roh­stoff­ge­win­nung, Her­stel­lung, Design und Life Cycle.”
Das Unter­neh­men will dem Aus­beu­ten von Minen ent­ge­gen­wir­ken und nicht sol­che unter­stüt­zen, die in Bür­ger­krie­ge ver­wi­ckelt sind. Des­halb garan­tiert es Kon­flikt­frei­heit bei der Roh­stoff­ge­win­nung und bezieht bei­spiels­wei­se Fairtra­de-Gold aus einer För­der­stät­te in Peru. Der Grün­der Bas van Abel gewann für sein Pro­dukt 2016 bereits den Deut­schen Umwelt­preis der Deut­schen Bun­des­stif­tung Umwelt (DBU). Zudem ist das Fair­pho­ne 2 das ers­te modu­la­re Smart­pho­ne welt­weit. Ein­zel­ne Tei­le sind unab­hän­gig von­ein­an­der, was die Repa­ra­tur erleich­tert und Elek­tro­schrott redu­zie­ren soll. Lei­der ist die Tech­nik nicht die neus­te, son­dern etwa zwei Jah­re hin­ter­her — doch viel­leicht liegt es hier am Kon­su­men­ten, umzu­den­ken und mehr Nach­hal­tig­keit, anstatt noch dün­ne­re, schnel­le­re Gerä­te zu for­dern.

Person im Wald mit Handy

4. BrighTap

Das Start-up Bwa­reIT aus Jeru­sa­lem ent­wi­ckelt eine Daten­platt­form für Haus­was­ser­zäh­ler und Was­ser­qua­li­täts­ana­ly­sen namens BrighTap. So kann jeder sei­nen indi­vi­du­el­len Was­ser­ver­brauch und die Was­ser­qua­li­tät im Haus­halt im Blick behal­ten. Auch die Tem­pe­ra­tur und die Kos­ten, die in den Was­ser­ver­brauch flie­ßen, kön­nen hier schnell und ein­fach abge­le­sen wer­den. Mög­lich wird das durch einen klei­nen Stan­da­lo­ne-Sen­sor, der ent­we­der unten am Was­ser­hahn oder an einem Rohr bzw. Schlauch ange­bracht wird. Ergänzt wird die Hard­ware durch eine App fürs Smart­pho­ne. Das Start-up leis­tet auf die­se Wei­se sei­nen Bei­trag zum Umwelt­schutz — denn so kann poten­zi­ell jeder Haus­halt effek­tiv Was­ser ein­spa­ren. Dem Erfin­der Kon­stan­tin Bere­zin zufol­ge soll das kom­pak­te, rost­freie Gad­get im Som­mer 2018 auf den Markt kom­men.

5. Das Solar­au­to von Sono Motors

Das Sola­ro­au­to Sion des Münch­ner Start-ups Sono Motors soll die Auto­in­dus­trie revo­lu­tio­nie­ren. Es ist das ers­te seri­en­mä­ßi­ge Elek­tro­au­to, das sei­ne Ener­gie durch Son­nen­ein­strah­lung gewinnt. An den Ober­flä­chen des Autos sind Solar­mo­du­le ange­bracht, über wel­che jeden Tag Ener­gie für etwa 30km selbst­stän­dig pro­du­ziert wer­den sol­len — auch wäh­rend der Fahrt. An wol­ki­gen Tagen lässt sich die Bat­te­rie natür­lich auch über die Steck­do­se auf­la­den. Ins­ge­samt soll das Auto unter rea­lis­ti­schen Bedin­gun­gen eine Reich­wei­te von 250km haben. Und all das soll mit Bat­te­rie ledig­lich 20.000 € kos­ten. Die Seri­en­pro­duk­ti­on ist auf den Som­mer 2019 ange­setzt.
Doch die Grün­der Jona, Lau­rin und Navina haben eine wei­te­re Visi­on: Car­sha­ring für Pri­vat­per­so­nen. Denn wäh­rend Airb­nb bereits seit Jah­ren für unse­re Woh­nun­gen funk­tio­niert, soll das­sel­be Kon­zept künf­tig auch für Autos rea­li­siert wer­den. Über eine App soll der Zeit­raum ange­ge­ben wer­den kön­nen, in dem man sein Auto zur Ver­fü­gung stel­len möch­te. Wäh­rend der Ver­mie­tung kommt eine spe­zi­el­le Ver­si­che­rung zum Ein­satz, das Geld wird dem Besit­zer direkt über­wie­sen.

Inno­va­ti­ve Gerä­te wie die­se las­sen Hoff­nung auf­kei­men, dass unse­re Welt viel­leicht doch noch die Kur­ve kriegt. Es bleibt abzu­war­ten, ob und wann sich die­se tech­ni­schen Umwelt­schüt­zer voll­stän­dig in unse­ren All­tag inte­grie­ren. Und die Span­nung steigt — wel­che neu­en Tech­no­lo­gi­en wer­den uns in Zukunft noch ins Stau­nen ver­set­zen? Falls du dich für Strom spa­ren inter­es­sierst, kannst du mal auf unse­re Sei­te schau­en.


Pho­to by Ashes Sitou­la via Uns­plash