Man wacht see­len­ru­hig auf, ahnt nicht Böses, geht zum Brief­kas­ten und da liegt er: der Brief vom Strom­an­bie­ter. Ein Mal im Jahr ist es näm­lich Zeit für die Jah­res­rech­nung. Bevor die­se aber kommt, muss der Strom­zäh­ler abge­le­sen wer­den. Dies wird manch­mal von Mit­ar­bei­tern erle­digt, doch wenn du auf die­sem Blog­post gelan­det bist, ist die Wahr­schein­lich­keit groß, dass du dei­ne Daten selbst able­sen und über­mit­teln musst. Doch kei­ne Panik: Hier zei­gen wird dir Schritt für Schritt, wie du dei­nen Strom­zäh­ler able­sen kannst.

1. Strom­kas­ten fin­den

Dies stellt näm­lich bereits das ers­te Pro­blem dar — wo ist die­ser Kas­ten noch­mal? Der Strom­zäh­ler befin­det sich auch nicht immer am glei­chen Ort, son­dern ist in jedem Haus wo anders ver­steckt. Im Nor­mal­fall gibt es hier drei Anlauf­stel­len: dei­ne Woh­nung, den Haus­flur oder den Kel­ler. Not­falls kannst du ein­fach mal die Nach­barn fra­gen.

2. Ein­ta­rif­zäh­ler able­sen

Beschriftete Skizze eines Eintarifzählers

Ent­we­der hast du einen Ein­ta­rif­zäh­ler oder einen Dop­pel­ta­rif­zäh­ler. Den Ein­ta­rif­zäh­ler erkennst du dar­an, dass die­ser nur eine Strom­an­zei­ge hat. Zuerst aber: Zäh­ler­num­mer notie­ren! Die­se zu fin­den ist in man­chen Fäl­len kom­pli­ziert, da meh­re­re Zah­len und Daten auf dem Gerät ver­merkt sind. Die Num­mer hat weder einen fes­ten Platz, noch eine uni­for­me Zif­fern­an­zahl. Meist befin­det sie sich in der Nähe eines Strich­codes oder über bzw. unter der Dreh­schei­be. Wenn du dir trotz­dem nicht sicher bist, ob du die rich­ti­ge Zahl notiert hast, schau ein­fach mal auf dei­ner letz­ten Strom­rech­nung nach, dort soll­te die­se auch ver­merkt sein.

Zudem musst du den Strom­ver­brauch notie­ren. Die­ser steht auf einem Rol­len­zähl­werk, wel­ches meist ganz unten am Strom­zäh­ler ein­ge­baut ist. Dort kannst du dei­nen gesam­ten Strom­ver­brauch in Kilo­watt­stun­den able­sen. Hier soll­test du aller­dings dar­auf ach­ten, die Nach­kom­ma­stel­le, wel­che meis­tens rot umran­det ist, nicht mit­zu­schrei­ben. Wenn du wis­sen möch­test, wie viel Strom du allein im letz­ten Jahr ver­braucht hast, soll­test du die jet­zi­ge Zahl mit dei­ner letz­ten Strom­rech­nung ver­glei­chen.

3. Dop­pel­ta­rif­zäh­ler able­sen

Beschriftete Skizze eines Doppeltarifzählers

Dop­pel­ta­rif­zäh­ler wer­den dann ein­ge­setzt, wenn du für Tages- und Nacht­zei­ten unter­schied­li­che Strom­ta­ri­fe zahlst. Nor­ma­ler­wei­se sind dann zwei Rol­len­zähl­wer­ke über­ein­an­der ein­ge­baut. Die Zäh­ler­num­mer befin­det sich hier eben­falls über oder unter der Dreh­schei­be sowie auf dei­ner letz­ten Strom­rech­nung.

Die zwei Rol­len­zähl­wer­ke stel­len dei­ne bei­den Tari­fe dar. Das obe­re ist der Hoch­tarif­zäh­ler (HT), wel­cher dei­nen Strom­ver­brauch wäh­rend des Tages dar­stellt. Der Nie­der­ta­rif­zäh­ler (NT) zeigt an, wie viel Strom du nachts ver­brauchst. Die­se Zah­len musst du ein­fach notie­ren und dei­nem Strom­an­bie­ter über­mit­teln. Pass hier aber dar­auf auf, dass du die Nach­kom­ma­stel­le nicht mit­über­trägst.

4. Digi­ta­le Strom­zäh­ler

Digi­ta­le Strom­zäh­ler sehen trotz ihres Namens nicht beson­ders modern aus. Im Grun­de besit­zen die­se Gerä­te ein­fach nur ein Dis­play anstatt eines Rol­len­zähl­werks. Die Zäh­ler­num­mer befin­det sich hier häu­fig in der Nähe eines Bar­codes.

Sowohl für Ein- als auch für Dop­pel­ta­ri­fe gibt es hier jedoch nur ein Dis­play. Hast du nur einen Tarif, so ist für dich nur der gesam­te Strom­be­zug (1.8.0) wich­tig. Mit dem Knopf neben dem Dis­play navi­gierst du dich durch die Optio­nen. Bei einem Dop­pel­ta­rif soll­test du dir die Wer­te für den Hoch­tarif (1.8.1) und den Nie­der­ta­rif (1.8.2) notie­ren. Außer­dem soll­test du wie­der dar­auf ach­ten, kei­ne Nach­kom­ma­stel­len zu notie­ren.

5. Lang­fris­tig Strom spa­ren

Nun ein­fach die Daten an dei­nen Strom­an­bie­ter abschi­cken und auf die Strom­rech­nung war­ten. Um sicher­zu­ge­hen, dass dei­ne nächs­te Rech­nung nicht enorm hoch wird, kannst du ganz ein­fach bei smartricity.de dei­ne Haus­halts­ge­rä­te che­cken und Strom­fres­ser fin­den.


Pho­to by Diz Play on Uns­plash