Mit der Film­bran­che haben wir nichts am Hut. Wir beschäf­ti­gen uns mit Data Sci­ence, Zah­len über Zah­len, mit Machi­ne Lear­ning und noch viel mehr Din­gen, die unglaub­lich kom­pli­ziert klin­gen. Aber nicht mit Fil­men. Geschwei­ge denn damit, selbst einen zu pro­du­zie­ren.
Doch natür­lich war es nur eine Fra­ge der Zeit, bis auch Smart­ri­ci­ty sei­nen ers­ten Wer­be­film brauch­te.
Und so geschah es, dass wir nicht nur Auf­trag­ge­ber, son­dern irgend­wie plötz­lich und ganz unge­plant zum Pro­du­zen­ten wur­den und sich unser No-Bud­get Pro­jekt in eine ziem­lich gro­ße Sache ver­wan­del­te.

Aber fan­gen wir von vor­ne an.

Es ist jetzt schon unge­fähr ein­ein­halb Jah­re her, seit­dem wir über unse­rem Mar­ke­ting-Kon­zept brü­te­ten und die Idee auf­blüh­te, einen Wer­be­film zu dre­hen. Da waren wir aber finan­zi­ell noch ziem­lich arm dran und außer­dem, die Ver­öf­fent­li­chung unse­res Pro­dukts lag noch in wei­ter Fer­ne.
Mit nichts als unse­rem Vor­ha­ben in den Taschen kamen wir auf die Idee, die Hoch­schul­grup­pe Pro.Fil der Uni­ver­si­tät Pas­sau zu kon­tak­tie­ren und ein­fach mal nach­zu­fra­gen, ob sie Lust dar­auf hät­ten, das Pro­jekt mit uns anzu­ge­hen. Und wir erhiel­ten die Zusa­ge!
Von nun an soll­te uns ein 4‑köpfiges, moti­vier­tes Team zur Sei­te ste­hen und uns unter­stüt­zen — von der Pla­nung bis zur Umset­zung.

Doch irgend­wie dau­er­te es. Es mag sich ja ein­fach anhö­ren, eine Sto­ry zu bas­teln und sie dann abzu­dre­hen. Wenigs­tens ein­fa­cher, als wir es erwar­ten hat­ten. Doch fan­den wir uns wie­der vor einer rie­si­gen Gebirgs­ket­te von Auf­ga­ben, denen wir uns nicht gewach­sen fühl­ten.

Mehr als ein hal­bes Jahr tüf­tel­ten wir an unse­rem Kon­zept, doch woll­te der Fun­ke nie über­sprin­gen. Kein lang­wei­li­ger Image­film im klas­si­schen Erklär­vi­deo­s­til soll­te es sein, nicht zu tech­nisch. Nicht nur zei­gen, viel­mehr erzäh­len. Eine rich­ti­ge Geschich­te eben.
Also bis­sen wir uns gemein­sam mit Pro.Fil die Zäh­ne aus an Ide­en wie Fern­se­her zer­stö­ren und Bir­nen­mas­kott­chen.
Dann wur­de das Tem­po wie­der raus­ge­nom­men, denn irgend­wie war drum­her­um viel zu viel los. Wir tra­fen uns im März die­sen Jah­res wie­der mit fri­schem Kopf und dem unbe­ding­ten Wil­len, das Ding durch­zu­zie­hen.

Und dann lief’s. Wir brauch­ten gera­de­mal zwei Tref­fen, um uns auf ein Kon­zept zu eini­gen. Die Idee aus­zu­ar­bei­ten, Sze­nen zu fin­den. Die Sto­ry zu schrei­ben und Bil­der in unse­ren Köp­fen zu wecken, die uns neu­gie­rig mach­ten und abhol­ten. Als blin­der Pas­sa­gier sprang unser IT-Start­up auf den Zug der Fil­me­ma­cher auf und fuhr ins Unbe­kann­te.

Doch war die Fahrt natür­lich nicht kos­ten­los. Da wir nun durch unse­re EXIST-För­de­rung bes­ser auf­ge­stellt waren als im Jahr zuvor, konn­ten wir inves­tie­ren — aber natür­lich nur bis zu einem gewis­sen Grad. Denn muss­ten wir das Geld vor allem für die Pro­dukt­ent­wick­lung bei­sei­te legen — das Herz­stück des Unter­neh­mens.
Also muss­ten wir selbst ler­nen, was es alles braucht, um einen Film zu pro­du­zie­ren. Das Nahe­lie­gens­te neben dem Kame­ra­team: Schau­spie­ler. Nach­dem uns die Prei­se der Schau­spiel­agen­tu­ren bei­na­he mit Schnapp­at­mung aus den Schu­hen gehau­en hät­ten, muss­ten wir ande­re Wege fin­den. Und ent­deck­ten tat­säch­lich Face­book als unse­re Gold­gru­be.
Über die­se Platt­form kamen wir ganz zufäl­lig mit dem Schau­spie­ler Micha­el Mar­witz zusam­men. Er selbst hat­te sich gar nicht auf unse­ren Auf­ruf hin bewor­ben, son­dern wur­de von einem Kol­le­gen vor­ge­schla­gen. Und schrieb uns wider aller Erwar­tun­gen eine E‑Mail. Bezog sich auf unser Pro­dukt und zeig­te sich begeis­tert von der Idee.
Dass der Mann ein abso­lu­ter Pro­fi ist, sahen wir sofort. Des­halb rech­ne­ten wir gar nicht erst damit, dass das Pro­jekt mit ihm als Haupt­dar­stel­ler erst zu Stan­de kom­men wür­de — doch nach ein paar ange­reg­ten Tele­fo­na­ten sag­te er zu. Und das war nicht alles, denn mit Micha­el gewan­nen wir gleich drei­fach: Auch Doi­na Weber, sei­ne lang­jäh­ri­ge Schau­spiel­kol­le­gin, und die Regie­as­sis­ten­tin Alex­an­dra Bekiou ver­mit­tel­te er an uns.
Und dann hol­ten wir noch den Stu­den­ten Valen­tin Brück­ner mit ins Boot, der seit Jah­ren mit Herz und See­le Thea­ter spielt und sofort zusag­te.
Also, das Team stand. Und unser Pro­jekt war qua­si über Nacht gewach­sen, und das nicht wenig.

Jetzt muss­ten Loca­ti­ons her, doch zum Glück hat unse­re Stadt Pas­sau eini­ges zu bie­ten. Dank dem Kaf­fee­werk hat­ten wir schnell genau die Art Café zur Ver­fü­gung, die wir uns vor­ge­stellt hat­ten. Jetzt brauch­ten wir ein Boot — was nicht ganz so ein­fach wer­den soll­te. Doch als wir schon kurz davor war, die­sen Plan auf­zu­ge­ben und uns mit etwas ein­fa­che­rem zu begnü­gen, stie­ßen wir auf die Donau­ar­che und hät­ten es damit nicht bes­ser tref­fen kön­nen.

Der Dreh­ter­min rück­te immer näher, unse­re Näch­te wur­den kür­zer und die Auf­ga­ben für den Wer­be­film häuf­ten sich. Ver­trä­ge muss­ten aus­ge­stellt wer­den, E‑Mails über E‑Mails geschrie­ben wer­den, Props, Equip­ment, Kos­tüm, Mas­ke, Kom­par­sen orga­ni­siert wer­den und das ist erst der Anfang einer end­lo­sen Lis­te. Fast waren wir erleich­tert, als wir schließ­lich 3 Tage lang so gut wie durch­film­ten. Und dabei lief es bei­na­he rei­bungs­los.
Trotz all der Loca­ti­on­wech­sel, trotz der wahn­sin­ni­gen Mas­se an Equip­ment, die wir benö­tig­ten, trotz der vie­len Leu­te, die übers Set schwirr­ten, han­del­ten wir als Team und brach­ten den Dreh über die Büh­ne. Und das noch viel bes­ser als gedacht.

Dank des Ein­sat­zes von Pro.Fil, unse­ren Schau­spie­lern, der Regie­as­sis­ten­tin und allen ande­ren flei­ßi­gen Hel­fern ver­wan­del­te sich unser Tech-Start­up für ein paar Wochen gemein­sam mit allen Betei­lig­ten in eine rich­ti­ge Film­pro­duk­ti­on.

Unse­ren ers­ten Wer­be­film ist jetzt auf You­tube ver­füg­bar — viel Spaß beim anse­hen!