So wenig man sich nor­ma­ler­wei­se mit die­sem The­ma aus­ein­an­der­setzt, so erschre­ckend sind die Ergeb­nis­se wenn man es doch tut: Die Wasch­ma­schi­ne ist einer der größ­ten Strom­schlu­cker im Haus­halt. Das liegt nicht sel­ten dar­an, dass das hei­mi­sche Modell schlicht­weg ver­al­tet ist. Dein Gerät sorgt bereits seit zehn Jah­ren oder sogar noch län­ger für fri­sche Wäsche? Gut, dann soll­te viel­leicht wirk­lich eine neue Wasch­ma­schi­ne her. Und wäh­rend die Model­le dann doch irgend­wie alle ziem­lich gleich aus­se­hen und unüber­sicht­li­che Fac­ts­he­ets mit Begrif­fen wie Trom­melin­nen­be­leuch­tung und auto­ma­ti­sche Trom­mel­rei­ni­gung schnell ver­wir­ren kön­nen — brau­che ich das wirk­lich? — geht’s letzt­end­lich nur um die Effi­zi­enz: Sau­be­re Wäsche, spar­sa­mer Umgang mit Ener­gie und Was­ser und folg­lich — Bal­sam für den Geld­beu­tel.

Wir ver­ra­ten dir, wor­auf du bei dem Neu­kauf einer ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Wasch­ma­schi­ne ach­ten musst und wel­che Fea­tures das Neu­ge­rät beson­ders strom­spa­rend machen.

Ener­gie­la­bel

Das Ener­gie­la­bel ist das Aller­ers­te, wor­auf man ach­tet, wenn es um den Kauf eines neu­en, ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Geräts geht — so auch bei der Wasch­ma­schi­ne. Und natür­lich ist es auch unver­zicht­bar, dar­auf zu ach­ten. Emp­feh­lens­wert sind hier­bei Model­le mit dem Ener­gie­la­bel A++ oder A+++.

Schleu­der­wir­kungs­klas­se

Die­se Ein­tei­lung klas­si­fi­ziert Wasch­ma­schi­nen abhän­gig von ihrer Rest­feuch­te nach dem Schleu­der­gang. Dabei ist Klas­se A die bes­te, wäh­rend Klas­se G die schlech­tes­te Stu­fe darf­stellt. Die­se Klas­si­fi­zie­rung wird vor allem im Hin­blick auf den Trock­ner wich­tig: Die­ser muss weni­ger Ener­gie auf­wen­den, je tro­cke­ner die Wäsche bereits ist.

Wasch­wir­kungs­klas­se

Die Wasch­wir­kungs­klas­se bestimmt die Wasch­wir­kungs­ef­fi­zi­enz der Maschi­ne, das bedeu­tet, wie stark die jewei­li­ge Wasch­ma­schi­ne einer Ver­schmut­zung ent­ge­gen­wirkt. Bestimmt wird die Klas­si­fi­zie­rung durch den Grad der Auf­hel­lung der gewa­sche­nen Wäsche im Ver­hält­nis zu einer fest­ge­leg­ten Refe­renz­men­ge gewa­sche­ner Wäsche. Auch hier gilt: A ist die bes­te, G die schlech­tes­te Klas­se. Je schlech­ter die Wasch­wir­kungs­klas­se ist, des­to mehr Wäschen sind nötig, bis die ver­schmutz­te Klei­dung wirk­lich sau­ber ist. Lei­der wird die Wasch­wir­kungs­klas­se seit den Ener­gie­la­bels nicht mehr abge­bil­det, doch lässt sie sich in den Öko­de­sign-Richt­li­ni­en nach­le­sen, bzw. kann man in die­sem Fall auch immer den Händ­ler fra­gen.

Front­loa­der

Unter­schie­den wird bei Wasch­ma­schi­nen zwi­schen Front­loa­der und Toploa­der — beim Toploa­der lässt sich die Wäsche, wie der Name bereits ver­rät, von oben hin­ein­ge­ben, wäh­rend sich der Front­loa­der von vor­ne befül­len lässt. Da der Front­loa­der deut­lich bes­ser auf dem Markt läuft, ist die Ent­wick­lung die­ser Vari­an­te deut­lich wei­ter. Dem­entspre­chend sind die neue­ren Model­le aus die­ser Kate­go­rie oft­mals ener­gie­ef­fi­zi­en­ter und bie­ten mehr Fea­tures, die dies zusätz­lich unter­stüt­zen.

Fas­sungs­ver­mö­gen

Das Fas­sungs­ver­mö­gen bestimmt die Grö­ße der Trom­mel einer Wasch­ma­schi­ne. Je grö­ßer die poten­zi­el­le Füll­men­ge ist, des­to höher ist auch der Strom­ver­brauch. Des­halb ist es wich­tig, eine Maschi­ne mit dem pas­sen­den Fas­sungs­ver­mö­gen für den eige­nen Haus­halt aus­zu­wäh­len. Grund­sätz­lich soll­te die Wasch­ma­schi­ne näm­lich immer voll bela­den wer­den. Ist die Fas­sung zu groß für die Mas­se der Wäsche, die in der Regel zusam­men­kommt, fällt das ins Gewicht und macht sich auf der Strom­rech­nung nega­tiv bemerk­bar. Gera­de bei klei­ne­ren Haus­hal­ten muss hier Vor­sicht gebo­ten sein. Übri­gens ver­brau­chen klei­ne­re Model­le pro Wasch­gang nicht nur weni­ger Ener­gie, son­dern sind auch güns­ti­ger in der Anschaf­fung. Doch auch anders her­um gilt es, die Gren­ze zu beach­ten: Denn ist die Fas­sung zu klein, müs­sen wesent­lich mehr Wasch­durch­gän­ge gemacht wer­den. Öfter waschen bedeu­tet dann einen höhe­ren Strom­ver­brauch.

Schwarz-weiß Foto eines Waschsalons

Warm­was­ser­an­schluss

Der größ­te Ener­gie­auf­wand bei der Wasch­ma­schi­ne erfolgt beim Behei­zen des Was­sers mit Strom. Je höher die Tem­pe­ra­tur des ein­ge­stell­ten Wasch­pro­gramms ist, des­to höher ist auch der Strom­ver­brauch. Durch das Nut­zen des Warm­was­ser­an­schlus­ses, sofern einer für die Wasch­ma­schi­ne vor­han­den ist, kann den Strom­ver­brauch bis zu 30 Pro­zent sen­ken. Hier­bei gilt es jedoch ein paar Din­ge zu beach­ten, damit sich die Umstel­lung tat­säch­lich lohnt:
Bei­spiels­wei­se darf die Zulei­tung nicht zu lang sein, weil das Was­ser sonst auf dem Weg wie­der abkühlt. Auch ist es wich­tig, dass die Auf­be­rei­tung des Warm­was­sers auf eine ener­gie­ef­fi­zi­en­te Wei­se, also durch eine rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie­quel­le wie ther­mi­sche Solar­ener­gie erfolgt. Wer sich gera­de kei­ne neue Wasch­ma­schi­ne leis­ten möch­te oder muss, kann übri­gens auch über die Auf­rüs­tung des hei­mi­schen Modells durch ein Vor­schalt­ge­rät nach­den­ken.

Fuz­zy Logic: Auto­ma­ti­sche Bela­dungs­er­ken­nung

Wie der Name schon ver­rät, kann eine Wasch­ma­schi­ne mit die­ser Funk­ti­on selbst­stän­dig erken­nen, wie voll die Trom­mel bela­den ist. Die Maschi­ne misst das Gewicht der Wäsche und passt die Was­ser­men­ge an. Bei gerin­ge­rer Ladung wird auto­ma­tisch weni­ger Was­ser und somit weni­ger Strom zur Behei­zung die­ses Was­sers auf­ge­wen­det. Trotz­dem gilt: Die Wasch­ma­schi­ne soll­te stets voll bela­den wer­den.

Rück­mel­dung zum Strom- und Was­ser­ver­brauch des gewähl­ten Pro­gramms

Die­se Funk­ti­on zeigt auf dem Dis­play der Wasch­ma­schi­ne an, wie viel Strom und Was­ser vor­rau­sicht­lich ver­braucht wird. Nach der Wäsche wird dann der genaue Wert ange­ge­ben. So lässt sich ein wesent­lich bes­se­rer Über­blick über den eige­nen Strom- und Was­ser­ver­brauch beim Wäsche­wa­schen behal­ten.

Eco-Pro­gramm

Hin­ter die­sem Namen ver­birgt sich das gezielt ener­gie­spa­ren­de Wasch­pro­gramm, wel­ches die aller­meis­ten neue­ren Wasch­ma­schi­nen bereits anbie­ten. Ver­wir­rend ist häu­fig, dass die­ses Pro­gramm mehr Zeit benö­tigt als ande­re. Man könn­te mei­nen, dass dadurch doch mehr Ener­gie auf­ge­wen­det wer­den muss — stimmt aber nicht. Der Strom­ver­brauch ist gerin­ger, da weni­ger Ener­gie benutzt wird, um das Was­ser zu erhit­zen — auch die Was­ser­men­ge ist bei die­sem Pro­gramm gerin­ger. Daher muss die Wäsche schlicht­weg län­ger bear­bei­tet wer­den, um eben­so sau­ber zu wer­den.

Quick Dri­ve

Die­ses Fea­ture hat der Markt der Mar­ke Sam­sung zu ver­dan­ken. Die inno­va­ti­ve Tech­nik dabei besteht dar­in, dass sich die Trom­mel sepa­rat in zwei Rich­tun­gen dreht. Dadurch lässt sich die Wasch­zeit bis zur Hälf­te ver­rin­gern — und trotz­dem wird etwa 20 Pro­zent Strom gespart. Somit wird der ener­gie­fres­sen­de Schnell­wasch­gang über­flüs­sig.

Schaum­Ak­tiv Metho­de

Auch die­se Inno­va­ti­on kommt aus dem Hau­se Sam­sung. Hier­bei wir das Wasch­mit­tel mit Luft und Was­ser so auf­ge­schäumt, dass auch mit käl­te­ren Tem­pe­ra­tu­ren Fle­cken gut ent­fernt wer­den kön­nen. Indem das Was­ser also weni­ger stark erhitzt wer­den muss, wird ordent­lich an Ener­gie gespart.

Die­se Model­le von Sam­sung, Hai­er und Sie­mens fin­den wir übri­gens beson­ders cool — denn sie sind Exper­ten im Ener­gie­spa­ren!