Die Geschirr­spül­ma­schi­ne zählt zu den größ­ten Strom­fres­sern in deut­schen Haus­hal­ten. Dabei fällt der Groß­teil des Ener­gie­ver­brauchs auf das Erhit­zen des Spül­was­sers — vor allem, wenn dies durch Strom geschieht. Schließt man die Spül­ma­schi­ne direkt an den Warm­was­ser­an­schluss an, so lässt sich der Strom­ver­brauch oft um bis zu ein Drit­tel sen­ken.

Stan­dard­mä­ßig wer­den Spül­ma­schi­nen an den Kalt­was­ser­an­schluss ange­schlos­sen. Soll das Geschirr dann gerei­nigt wer­den, muss das Was­ser zuerst elek­trisch mit­tels einer Heiz­spi­ra­le erhitzt wer­den. Dabei erwärmt der Durch­lauf­er­hit­zer das Was­ser auf 55 bis 65 Grad Cel­si­us für den Rei­ni­gungs- oder Klar­spül­vor­gang. Ledig­lich der Zwi­schen­spül­gang wird mit kal­tem Was­ser durch­ge­führt.
Also, der Anschluss an die zen­tra­le Warm­was­ser­ver­sor­gung kann sich aus­zah­len. Das war­me Was­ser aus der Lei­tung muss bei Pro­gram­men mit 55 Grad Cel­si­us Spül­was­ser nicht von der Maschi­ne nach­ge­heizt wer­den. Aller­dings gilt: Je moder­ner die Spül­ma­schi­ne, des­to gerin­ger die mög­li­che Ener­gie­ein­spa­rung. Neue Spül­ma­schi­nen brau­chen, inklu­si­ve Erhit­zung des Was­sers, weni­ger als eine Kilo­watt­stun­de pro Rei­ni­gungs­durch­lauf.

Der Anschluss

Nor­ma­ler­wei­se ist die Spül­ma­schi­ne, wie auch der Was­ser­hahn, unter dem Spül­be­cken ange­schlos­sen. Dort gibt es bereits zwei Anschlüs­se: einen für Kalt­was­ser und einen für Warm­was­ser. Wäh­rend der Was­ser­hahn für die Spü­le an bei­den ange­schlos­sen wird, wird die Geschirr­spül­ma­schi­ne ledig­lich an das Kalt­was­ser ange­schlos­sen. Beim Anschlie­ßen der Spül­ma­schi­ne an den Warm­was­ser­an­schluss ent­ste­hen in den meis­ten Fäl­len kei­ne Umkos­ten, da die meis­ten Spül­ma­schi­nen bereits für bei­de Anschlüs­se gerüs­tet sind. Detail­lier­te Infor­ma­tio­nen dazu kannst du in der Bedie­nungs­an­lei­tung des Geräts nach­le­sen. Ansons­ten kann auch der Her­stel­ler oder ein Fach­mann um Rat gefragt wer­den.

Die Was­ser­tem­pe­ra­tur

Für den ers­ten Wasch­gang benö­tigt die Spül­ma­schi­ne nur weni­ge Liter Was­ser. Des­halb ist das Was­ser in der Regel nach 30 Sekun­den warm. Dau­ert die­ser Erwär­mungs­pro­zess län­ger, lohnt sich das Umste­cken nicht. Außer­dem musst du die Lei­tungs­we­ge des Was­sers vom Anschluss bis zum Geschirr­spü­ler kurz hal­ten, um einen all­zu gro­ßen Wär­me­ver­lust und damit Ener­gie­ver­lust zu ver­mei­den. Die Was­ser­tem­pe­ra­tur muss zudem im hei­ßes­ten Modus bei maxi­mal 60 Grad lie­gen, weil man die Spül­ma­schi­ne ansons­ten beschä­di­gen kann. Da sich das Gerät mit war­mer Was­ser­zu­fuhr nicht so lan­ge auf­hei­zen muss, ver­kürzt sich der Spül­vor­gang um etwa 25 Pro­zent. Des Wei­te­ren schont man den Heiz­stab der Spül­ma­schi­ne durch die kür­ze­ren Auf­heiz­zei­ten, wodurch sich des­sen Lebens­zeit ver­län­gert.

Die Strom­kos­ten

Je nach­dem wie sich das Was­ser für den jewei­li­gen Haus­halt erwärmt, sin­ken die Strom­kos­ten der Geschirr­spül­ma­schi­ne um 20 bis 30 Pro­zent. Das sind in einem Vier-Per­so­nen-Haus­halt 15 bis 25 Euro jähr­lich. Der Anschluss der Spül­ma­schi­ne an den Warm­was­ser­an­schluss ist vor allem dann strom­spa­rend, wenn das Warm­was­ser über eine Zen­tral­hei­zung kommt. Die Mehr­kos­ten der zen­tra­len Warm­was­ser­hei­zung sind gerin­ger als die Strom­kos­ten, die die Spül­ma­schi­ne für das elek­tri­sche Erwär­men durch den Heiz­stab erzeu­gen wür­de. Übri­gens gilt dies auch für die Wasch­ma­schi­ne, die eben­falls an den Warm­was­ser­an­schluss ange­schlos­sen wer­den kann.

Ach­tung: Der Wech­sel des Anschlus­ses bringt kei­ne Ein­spa­rung, wenn die gesam­te Warm­was­ser­be­rei­tung elek­trisch ist, wie bei­spiels­wei­se mit einem Elek­tro­boi­ler. Erhitzt sich das war­me Was­ser durch Solar­wär­me, so geschieht das im Som­mer ohne Mehr­kos­ten. Auch bei Gas- und Ölhei­zun­gen ist die Wär­me oft­mals preis­güns­ti­ger als bei einer elek­tri­schen Auf­hei­zung.

Die Wasch­kraft

Die Wasch­kraft ist ein wich­ti­ger Aspekt, denn man min­dert sie, wenn man sofort mit hei­ßem Was­ser spült. Grund dafür ist das Eiweiß (Ami­no­säu­ren) und die Stär­ke. Bei­des löst sich bei käl­te­ren Was­ser­tem­pe­ra­tu­ren deut­lich bes­ser als bei hohen Tem­pe­ra­tu­ren. Geschirr­spü­ler erhit­zen das Was­ser in der Regel nicht von der ers­ten Sekun­de an, son­dern erst nach einer bestim­men Zeit bzw. anstei­gend. Auch Rei­ni­gungs­mit­tel und Klar­spü­ler sind dar­auf ein­ge­stellt, dass zuerst kal­tes Was­ser in die Maschi­ne gepumpt wird. Ist das zuge­führ­te Was­ser von Beginn an heiß, kön­nen sich Kom­bi-Tabs nicht voll­stän­dig auf­lö­sen.

Eine Lösung dafür sind Vor­schalt­mi­scher zum Mischen von Warm- und Kalt­was­ser. Dadurch lässt sich eine bestimm­te Tem­pe­ra­tur ein­stel­len, die meist zwi­schen 40 und 50 Grad Cel­si­us liegt. Den­noch muss die Spül­ma­schi­ne das Was­ser bei Wasch­pro­gram­men bis 95 Grad eigen­stän­dig erhit­zen. Außer­dem sind die Kos­ten für ein Vor­schalt­ge­rät nicht uner­heb­lich. So kann es pas­sie­ren, dass die ein­ge­spar­ten Kos­ten über­schrit­ten wer­den. Auch weil der Ein­spa­rungs­ef­fekt bei moder­nen Spül­ma­schi­nen nicht mehr so signi­fi­kant sind. Will man aber eine strom­in­ten­si­ve, älte­re Spül­ma­schi­ne län­ger betrei­ben und Ener­gie spa­ren, ist es durch­aus eine Opti­on, die Maschi­ne an den Warm­was­ser­an­schluss anzu­schlie­ßen.

Der Anschluss in 10 Schrit­ten

1. Der rich­ti­ge Ort

Wich­tig ist, dass die Geschirr­spül­ma­schi­ne dort ange­schlos­sen wird, wo sowohl ein Strom- als auch ein Was­ser­an­schluss vor­han­den ist. Dabei müs­sen die Wege mög­lichst kurz gehal­ten wer­den, um einen Wär­me­ver­lust zu ver­mei­den.

2. Die rich­ti­ge Geschirr­spül­ma­schi­ne

Spül­ma­schi­nen las­sen sich nor­ma­ler­wei­se pro­blem­los und ohne Umrüs­tung an die Warm­was­ser­lei­tung anschlie­ßen. Aller­dings muss beach­tet wer­den, dass dabei die Ansprü­che aus der gesetz­li­chen Gewähr­leis­tung ver­lo­ren gehen kön­nen.

3. Haupt­was­ser­an­schluss zudre­hen

Oft­mals ist der Haupt­was­ser­an­schluss ein biss­chen ver­steckt. In den meis­ten Miet­woh­nung befin­det er sich im Bade­zim­mer, in Ein­fa­mi­li­en­häu­sern eher im Kel­ler. In grö­ße­ren Wohn­kom­ple­xen kann es vor­kom­men, dass sich der Haupt­hahn in einem abge­schlos­se­nen Raum befin­det. Ist dies der Fall muss der Ver­mie­ter kon­tak­tiert wer­den.

3. Was­ser­zu­lei­tung anschlie­ßen

Unter dem Spül­tisch befin­det sich ein Ven­til mit einem frei­en Anschluss spe­zi­ell für eine Spül­ma­schi­ne. Soll­te dies nicht der Fall sein, muss das vor­han­de­ne Ven­til gegen ein Dop­pel­ven­til aus dem Bau­markt aus­ge­tauscht wer­den. Das freie Ven­til mit einer Rohr­zan­ge öff­nen, Was­ser­zu­lei­tungs­schlauch anschlie­ßen und den Ver­schluss wie­der fest zudre­hen. Am bes­ten bei die­sem Schritt einen Eimer unter­stel­len, da beim Öff­nen des Ven­tils Was­ser aus­tre­ten kann.

4. Aquas­top ein­bau­en

Der Ein­bau eines Aquas­tops ist zwar frei­wil­lig, schützt aber zuver­läs­sig vor Über­schwem­mun­gen durch eine undich­te Lei­tung. Prak­tisch ist ein Aquas­top mit Zähl­werk, der auf eine bestimm­te Was­ser­men­ge ein­ge­stellt wer­den kann. Wird die­ser Wert über­schrit­ten, so schal­tet sich ein Sperr­ven­til ein und stoppt den Was­ser­fluss. Elek­tro­ni­sche Aquas­tops ver­fü­gen über einen Sen­sor, der am Boden der Spül­ma­schi­ne ange­bracht wird und Alarm schlägt, sobald er Was­ser am Boden fest­stellt. Zudem stoppt er das Pro­gramm der Geschirr­spül­ma­schi­ne.

6. Abwas­ser­schlauch anschlie­ßen

Der Abwas­ser­schlauch lei­tet schmut­zi­ges Spül­was­ser ab und muss an den Abfluss des Spül­be­ckens ange­schlos­sen wer­den. Wich­tig dabei ist, dass der Abwas­ser­schlauch nicht unter­halb des Aus­las­ses der Spül­ma­schi­ne ange­schlos­sen wird. Sonst kann es pas­sie­ren, dass die Spül­ma­schi­ne leer läuft und dies kom­pen­siert, indem sie stän­dig Was­ser nach­pumpt. Das erhöht den Was­ser­ver­brauch enorm.

7. Strom anschlie­ßen

Nun kann die Geschirr­spül­ma­schi­ne an das Strom­netz ange­schlos­sen wer­den. Soll­te das Kabel nicht bis zur Steck­do­se rei­chen, so dür­fen kei­ne Ver­län­ge­rungs­ka­bel ver­wen­det wer­den — das kann zu einem gefähr­li­chen Brand­herd in der Küche füh­ren. In die­sem Fall muss eine neue Steck­do­se gelegt wer­den.

8. Dich­tig­keit prü­fen

Die Haupt­was­ser­lei­tung wie­der auf­dre­hen und tes­ten ob alle Ven­ti­le dicht sind. Ist dies nicht der Fall, muss mit der Rohr­zan­ge noch­mal fest gedreht wer­den.

Nahaufnahme eines Backofens

9. Pro­be­lauf mit der Spül­ma­schi­ne

Nun ist es Zeit für einen fina­len Pro­be­durch­gang der Spül­ma­schi­ne ohne Geschirr. Dabei soll getes­tet wer­den, ob alle Ven­ti­le dicht sind, ob der Geschirr­spü­ler Was­ser pumpt oder even­tu­ell ande­re Pro­ble­me auf­tre­ten.

10. Geschirr­spü­ler an die rich­ti­ge Stel­le schie­ben

Zuletzt die Geschirr­spül­ma­schi­ne an die dafür vor­ge­se­he­ne Stel­le rücken.

Für wen sich der Anschluss der Spül­ma­schi­ne an den Warm­was­ser­an­schluss lohnt, ist also von Fall zu Fall unter­schied­lich und von meh­re­ren Fak­to­ren abhän­gig, wie bei­spiels­wei­se dem Spül­ma­schi­nen­mo­dell, des­sen Stand­ort und der Behei­zungs­art im Eigen­heim. Sind aber die opti­ma­len Bedin­gun­gen für das Umste­cken gege­ben, lohnt sich der Ein­griff lang­fris­tig — und gelingt mit die­sen 10 Schrit­ten garan­tiert!

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