Ja, da geht noch was!

In Teil 1 die­ser Rei­he haben wir dir bereits ein­fa­che Strom­spar­tipps für dei­nen Haus­halt gezeigt. Doch es gibt noch ein paar wei­te Mög­lich­kei­ten, im eige­nen Haus­halt mas­sig Ener­gie ein­zu­spa­ren. Und das ganz ohne Ver­zicht — im Gegen­teil.

Wie­so du dir mit einem neu­en Kühl­schrank viel­leicht mal einen Urlaub finan­zie­ren kannst

Es mag sinn­voll klin­gen, die alte Klap­per­kis­te so lan­ge wei­ter vor sich hin­brum­men zu las­sen, bis sie end­gül­tig den Löf­fel abgibt. Das ist es aber nicht zwangs­läu­fig. Denn Kühl­schrank, Geschirr­spü­ler und Co. ver­brau­chen heu­te 60 Pro­zent weni­ger Strom als noch vor zehn Jah­ren. In die­sem Blog­post haben wir für dich gesam­melt, bei wel­chen Alt­ge­rä­ten sich der Aus­tausch wirk­lich aus­zahlt und bei wel­chen das eher nicht der Fall ist.

Kühl­schrank

Kühl­schrän­ke und Gefrier­tru­hen tra­gen im Haus­halt den größ­ten Anteil am Ener­gie­ver­brauch. Kein Wun­der — die­se Gerä­te lau­fen 24 Stun­den und das jeden Tag. Laut einer Erhe­bung des Her­stel­lers Bosch Sie­mens Haus­ge­rä­te (BSH) beträgt die­ser Anteil 21 Pro­zent. Einen 10 bis 15 Jah­re alten Kühl­schrank gegen ein neue­res Modell aus­zu­tau­schen, lohnt sich laut dem Öko-Insti­tut in Frei­burg für die Umwelt also defi­ni­tiv. Schon nach ein bis zwei Jah­ren glei­che sich die Ener­gie, die bei der Her­stel­lung eines neu­en Pro­dukts ver­braucht wür­de, durch die Nut­zung im Haus­halt wie­der aus. Durch den wesent­lich nied­ri­ge­ren Strom­ver­brauch eines neu­en Geräts las­sen sich so also auch nach weni­gen Jah­ren effek­tiv Strom­kos­ten ein­spa­ren — damit han­delt es sich in eini­gen Fäl­len um eine Win-Win-Situa­ti­on.

Waschmaschine und Trockner

Wasch­ma­schi­ne

Ein wesent­li­cher Unter­schied zum Kühl­schrank ist, dass die Wasch­ma­schi­ne ver­gleichs­mä­ßig wenig arbei­tet. Des­halb kommt es hier vor allem dar­auf an, wie häu­fig sie tat­säch­lich genutzt wird. Aber auch bei der Wasch­ma­schi­ne trifft zu, dass der Ener­gie­ver­brauch bei der Her­stel­lung nur etwa 20 Pro­zent der gesam­ten Umwelt­be­las­tung stellt. Außer­dem kommt neben dem Strom­ver­brauch der Was­ser­ver­brauch hin­zu — der sich bei neue­ren Model­len als deut­lich gerin­ger erweist. Besitzt du bereits eine Wasch­ma­schi­ne mit Effi­zi­enz­klas­se A++, lässt sich auch mit weni­gen all­täg­li­chen Maß­nah­men bereits Strom spa­ren, bei­spiels­wei­se, indem du auf 40, bes­ser 30 Grad wäschst. In die­sem Fall wür­de sich der Aus­tausch eher weni­ger aus­zah­len.

Fern­se­her

Es geht wohl jedem so — der Kauf eines neu­en Fern­se­hers berei­tet wesent­lich mehr Freu­de, als sich eine neue Wasch­ma­schi­ne in den Kel­ler zu stel­len. Jedoch lässt es sich hier erst­recht nicht kate­go­risch bestim­men, wann sich ein neu­es Modell lohnt — denn beim Fern­se­her hängt die Lohn­bar­keit voll und ganz vom indi­vi­du­el­len Haus­halt und dem indi­vi­du­el­len Gerät ab. So zahlt sich der Aus­tausch eines Plas­ma-Fern­se­hers bei einer 4‑köpfigen Fami­lie aus, wäh­rend sich mit dem Erset­zen eines LED-Fern­se­hers in der Sin­gle­bu­de wohl eher nicht viel raus­ho­len lässt.

Com­pu­ter

Die viel­leicht größ­te Ent­täu­schung: Bei IT-Gerä­ten wie Lap­tops ist es nor­ma­ler­wei­se tat­säch­lich am öko­lo­gisch sinn­volls­ten, sie bis zum bit­te­ren Ende zu ver­wen­den — weder für die Umwelt, noch für den Geld­beu­tel lässt sich hier signi­fi­kant etwas ein­spa­ren.

Gut, dann her mit dem neu­en Teil — und was wird aus dem Alt­ge­rät?

Wenn die Ent­schei­dung für die Anschaf­fung eines neu­en Geräts gefal­len ist, gilt es, die Schrott­kis­te zu ent­sor­gen. Aber bloß nicht in den Haus­müll damit! Der rich­ti­ge Ort dafür ist der Wert­stoff­hof — eine gute Alter­na­ti­ve, vor allem für die­je­ni­gen ohne Auto: Bei dem Kauf eines neu­en Geräts besteht die Mög­lich­keit, das alte beim Händ­ler abzu­ge­ben. Die­ser ist gesetz­lich dazu ver­pflich­tet, das Alt­ge­rät fach­ge­recht zu ent­sor­gen.

Fin­de schnell und ein­fach raus, wann sich der Aus­tausch bei dir wirk­lich lohnt!

Wie ren­ta­bel ein Aus­tausch letzt­end­lich wirk­lich ist, muss jedoch von Gerät zu Gerät indi­vi­du­ell beur­teilt wer­den und lässt sich bei kaum einem Gerät pau­schal beur­tei­len. Was momen­tan noch viel Recher­che, Ver­glei­che, ein Mess­ge­rät und auch ein biss­chen Fach­wis­sen for­dert, lässt sich ganz ein­fach mit unse­rer auto­ma­ti­sier­ten Ener­gie­be­ra­tung im Web­brow­ser oder in der App aus­wer­ten. Schau doch mal auf smartricity.de vor­bei.


Pho­to by Squared.one on Uns­plash