Monitor defekt: Reparieren oder neu kaufen?

Ein defekter Monitor schränkt Arbeit oder Hobby stark ein. Bei alten Geräten lohnt es sich, das Gerät auszutauschen, denn Energieeffizienz und Leistung haben sich in den letzten Jahren stark verbessert. Bei neueren Geräten lohnt sich hingegen manchmal auch eine Reparatur.

Die häufigsten Defekte bei Monitoren

  • Die Kabel sind defekt oder nicht richtig angeschlossen
  • Der Grafiktreiber ist nicht aktuell
  • Die Konfigurationen sind fehlerhaft

Lohnt sich die Reparatur meines Monitors?

Ist die Garantie für das Gerät noch nicht abgelaufen, solltest du über eine Reparatur nachdenken. In diesem Fall werden keine Kosten auf dich zukommen. Hole dir vor der Reparatur einen Kostenvoranschlag ein. Sollten die Kosten mehr als ein Viertel des Kaufpreises einnehmen, musst du abwägen, inwiefern sich eine Reparatur lohnt. Denn taucht erst ein Defekt auf, können in Laufe der Zeit immer mehr hinzukommen. Wichtig ist auch zu wissen, dass nach einer Reparatur keine neue Garantie besteht.

Bei der Reparatur von Monitoren

Kleine Defekte wie beispielsweise den Austausch von Kabeln kannst du auch allein beheben. Ziehe auch die Bedienungsanleitung bei deiner Fehlersuche mit hinzu. Oft findest du hier Hinweise für kleine Reparaturen. Achte jedoch darauf, die Verkabelung im Inneren nur anzufassen, wenn du schon Erfahrung mit Elektrik hast. Belasse es ansonsten bei der Fehlersuche und wende dich an einen Techniker. Fodere vor einer Reparatur immer einen Kostenvoranschlag ein und vergleiche gegebenenfalls auch mehrere Angebote miteinander.
Sicherheitshinweis: Extrem wichtig bei der Reparatur aller Elektrogeräte ist, dass du das Gerät vom Strom trennst, bevor du mit der Fehlersuche beginnst. Zudem ist es am sichersten, wenn du zusätzlich noch Schutzhandschuhe anlegst.

Den richtigen Reparaturservice finden

Innerhalb des Garantiezeitraums ist es sinnvoll, wenn du dich direkt an den Händler, bei dem du deinen Monitor erworben hast oder den Hersteller wendest. Sie bieten häufig umfangreiche Reparaturleistungen an und verfügen auch über die originalen Ersatzteile. Nach Ablauf der Garantie kannst du dich auch an einen lokalen Reparaturservice wenden. Diese sind oft aufgrund von kurzen Anfahrtswegen und alternativen Ersatzteilen kostengünstiger. Informiere dich im Internet, bei Bekannten und den Gelben Seiten und achte vor allem auf Bewertungen früherer Kunden. In einigen Städten findest du auch sogenannte Reparaturcafés, in denen sich Hobbyhandwerker um dein Gerät kümmern.

Kaputter Monitor: Symptome und mögliche Ursachen

Symptom 1: Der Monitor zeigt kein Bild

Wenn dein Monitor kein Bild mehr anzeigt, ist das ärgerlich. Die nachfolgenden Schritte können dir dabei helfen, die Ursache für das Problem zu finden.
Zuallererst solltest du die Stromversorgung prüfen. Kontrolliere die Steckdose mithilfe eines Multimeters und auch, ob der Stecker richtig eingesteckt ist. Wenn hier keine Probleme auftauchen, musst du das Anschlusskabel zwischen Monitor und PC gegebenenfalls wechseln, denn allein leichte Knicke im Kabel können zu Bildstörung oder -ausfall führen.
Ebenfalls ist ein Anschlusswechsel eine gute Option, um den Monitor zu prüfen. Versuche ihn beispielsweise per DVI anstelle von HDMI anzuschließen.
Sollte bis hierhin keine Maßnahme etwas gebracht haben, muss die allgemeine Funktionsfähigkeit des Geräts geprüft werden. Kontrolliere, ob überhaupt die Statusleuchte neben dem Einschaltknopf leuchtet und ob du das Monitor-Menü (ON-Screen-Display) öffnen kannst.
Schalte den Monitor zudem für zwei Minuten aus und trenne alle Geräte vom Strom. Wenn das Gerät nach einem Neustart immer noch kein Bild anzeigt, kann es auch sein, dass der Monitor sich nicht von dem Rechner auswählen lässt. Schließe den Monitor zur Kontrolle an einen anderen Rechner an. Funktioniert er hier, ist dein PC das Problem. Es kann beispielsweise ein Wackelkontakt ein der Einsteckbuchse vorliegen. Häufig ist aber auch nur die Grafikkarte defekt.

Symptom 2: Der Monitor hat Pixelfehler

Sollte die Auflösung oder die Farbtiefe des Monitors anders als sonst erscheinen und/oder einzelne Pixel sich verändern, herrscht oft Unklarheit über die Gründe.
Allgemein lassen sich Pixelfehler dadurch erkennen, dass ein oder mehrere Bildpunkte durchgehend leuchten oder schwarz sind. Je mehr Fehler vorhanden sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Garantieregelung des Herstellers oder Händlers greift. Allerdings ist das größte Problem, dass niemand garantieren kann, dass du einen einwandfreien Monitor erhältst. Es wird vielmehr von einer gewissen Fehlertoleranz ausgegangen. So dürfen beispielsweise bei einem Monitor mit einer Bildschirmauflösung von 1400x1050 Pixel bei der Auslieferung zwei Pixel leuchten, zwei schwarz und auch sieben Subpixel fehlerhaft sein. Du musst also alle Pixel zählen und auch dokumentieren, bevor der Händler oder Hersteller zum Umtausch verpflichtet ist.
Zur Behebung von Pixelfehler gibt es diverse Tools, die du im Internet finden und herunterladen kannst. Sollten sie nicht helfen und sich auch der Hersteller querstellen, muss der Monitor wahrscheinlich ausgetauscht werden.

Symptom 3: Der Monitor flackert

Ein flackernder Bildschirm stört nicht nur beim Streaming, sondern auch bei wichtiger Arbeit. Welche Ursachen das Problem hat und wie du es beheben kannst, liest du hier:
Überprüfe als erstes, ob alle Anschlüsse fest sitzen. Häufig ist das der ausschlaggebende Grund für einen flackernden Monitor. Teste möglicherweise defekte Kabel und Anschlüsse in Verbindung mit anderen Geräten und tausche diese gegebenenfalls aus.
Prüfe außerdem, ob dein PC über einen aktuellen Grafiktreiber verfügt, denn durch eine veraltete Systemsoftware können Fehler bei der Anzeige auftreten. Nach einem Update sollten die Fehler behoben sein.
Eine andere Option ist, dass der Monitor selbst für das Flackern verantwortlich ist. Schließe ihn an ein anderes Gerät, mitunter auch mit anderen Kabeln. Tritt auch hier der Fehler auf, kann der Anschluss kaputt sein. Probiere in diesem Fall einen anderen aus und wechsel beispielsweise von HDMI auf DVI. Schaue in der Bedienungsanleitung nach, über welche Anschlüsse dein Monitor verfügt.
Wenn dein Computer mit einer Grafikkarte ausgestattet ist, dann ist der Monitor sehr wahrscheinlich an diese angeschlossen. Jeder Computer verfügt über eine Grafikkarte. Die Grafikkarte kann entweder auf der Hauptplatine (Onboard) liegen oder per PCI-Express angeschlossen werden. Bei Onboard-Lösungen lässt sich die Grafikkarte nicht austauschen. Es gibt aber auch externe Grafikkarten, die zwischen Monitor und Computer angeschlossen werden können. Hat die Karte diverse Ausgänge, solltest du alle testen. In dem Fall liegt das Problem bei der Grafikkarte an sich. Sie kann beispielsweise nicht korrekt in ihrem Steckplatz an der Steuerplatine sitzen. Schließe auch die Grafikkarte an ein anderes Gerät an, um einen Defekt von Kabeln und Monitor auszuschließen.

Symptom 4: Der Monitor ist heiß

Wenn dein Gerät heiß läuft, kann das verschiedene Ursachen haben und sollte mit Vorsicht gehandhabt werden.
In den meisten Fällen sind defekte Kondensatoren Ursache des Problem. Nach einiger Zeit halten sie der Abwärme, die im Betrieb entsteht, nicht mehr Stand. Der Strom und die Spannung entsprechen dann nicht mehr den Richtwerten und das Gerät wird noch heißer.
Die aus Plastik bestehenden Elemente des Monitor sind oft mit Lüftungsschlitzen versehen, um sie vor dem Schmelzen bei Überhitzung zu schützen. Bei den Teilen aus Metall im Inneren ist dem aber nicht so. Hier kann große und kleine Schäden und durch mangelnde Luftzufuhr bzw. Kühlung Hitze entstehen. Hersteller raten daher bei inneren Schäden das Gerät eher zu ersetzen als zu reparieren, da der Aufwand der Reparatur oft nur schwer kalkulierbar ist. Alternativ kannst du das Gerät aufschrauben und den Staub vorsichtig mit einem Swiffer Staubmagnet oder Luftdruckspray entfernen.

Symptom 5: Der Monitor geht immer an und aus

Wenn dein Monitor im Betrieb immer wieder an und aus geht, solltest du deine Fehlersuche beim Monitor an sich beginnen.
Prüfe zunächst alle Kabel. Entferne sie und stecke sie wieder aus. Probiere bei Bedarf auch andere Kabel aus. Zudem ist es auch sinnvoll sowohl den Monitor als auch den Computer komplett auszuschalten und neu zu starten.
Kontrolliere anschließend in der Systemsteuerung deines Computers, ob neue Updates zum Download zur Verfügung stehen. Acht vor allem darauf, dass der Treiber der Grafikkarte aktuell ist.
Wenn möglich solltest du deinen Monitor an einen anderen PC anschließen. Funktioniert er hier ohne Probleme, solltest du deinen Computer näher untersuchen. Du kannst beispielsweise den PC auseinander schrauben und schauen ob der Arbeitsspeicher und die Grafikkarte korrekt eingebaut sind.

Symptom 6: Der Monitor wird schwarz und signalisiert “out of range”

Es kann vorkommen, dass beim Starten eines Programms der Bildschirm plötzlich schwarz wird und die Meldung “out of range” angezeigt wird.
Dieses Problem ist häufig auf eine fehlerhafte Einstellung der Frequenz oder Auflösung zurückzuführen. Solltest du gerade Änderungen an den Einstellungen genommen, testet dein Computer zunächst für 20 Sekunden, ob diese kompatibel sind. Sollte dem nicht so sein, werden die vorherigen Konfigurationen wiederhergestellt. Wird der “out of range”-Fehler jedoch angezeigt, ohne dass du Änderungen vorgenommen hast, kannst zu zwei Dinge tun. Zum einen solltest du dein PC einmal komplett herunterfahren bzw. ausschalten und wieder einschalten. Prüfe zum anderen den Anschluss. Ist dein Monitor per HDMI angeschlossen, probiere einfach einen anderen Anschluss wie VGA.
Zudem kann es auch passieren, dass die “out of range”- Meldung beim Hochfahren des Computers auftaucht. In diesem Fall solltest du versuchen den PC im abgesicherten Modu zu starten. Rufe über die Systemeinstellungen den Eintrag für die Grafikkarte auf. Aktualisiere anschließend die Treiber der Hardware. Alternativ zum “abgesicherten Modus” kannst du aber auch den “VGA-Modus” oder “Anzeige mit niedriger Auflösung aktivieren” auswählen. Wähle danach per Rechtsklick auf dem Desktop “Anzeige” aus und stelle eine für deinen Computer passende Auflösung ein. Im Reiter “Erweitert” kannst du zudem eine entsprechende Monitorfrequenz auswählen. Die meisten Monitoren kommen mit einer Bildwiederholrate von 70 und 85 Hertz aus. Speichere danach die Einstellungen und starte deinen Computer, diesmal aber wieder im “normalen” Modus, neu.

Symptom 7: Das Bild des Monitors ist verzerrt

Wenn das Bild deines Monitor verzerrt ist, kann dies mehrere Ursachen haben.
Prüfe zunächst die LCD-Panels des Geräts. Da sie aus Glas bestehen, besteht die Möglichkeit, dass sie brechen. Einen gebrochenen Bildschirm erkennst du daran, dass die Linien spinnennetzartig oder in nicht-symmetrischer Form verlaufen. Wende dich an an einen Servicetechniker oder den Hersteller, wenn der Bildschirm gebrochen ist.
Kontrolliere danach, ob das Bild im BIOS normal erscheint. Ist dem nicht so, kann auch ein Fehler beim Grafiktreiber oder der Grafikkarte vorliegen.
Außerdem ist es auch sinnvoll, wenn du die Bildschirmauflösung in den Einstellungen des PCs überprüfst. Bringe gegebenenfalls auch deine Grafikkartentreiber auf den neusten Stand und kontrolliere, ob alle wichtigen Updates deines Computers installiert sind.

Defekten bei Monitoren langfristig vorbeugen

Um vielen Defekten schon im Vorhinein entgegen zu wirken, solltest du regelmäßig alle Kabel und Anschlüsse überprüfen. Achte zudem darauf, immer alle für das System wichtigen Updates herunterzuladen. Sehr wichtig ist zudem, dass du sofort nach Kauf deines Monitors den Bildschirm auf Pixelfehler überprüfst. Denn ist die Garantie abgelaufen, können die Kosten einer Reparatur fast denen eines Neukauf entsprechen.