Kochfeld defekt: Reparieren oder neu kaufen?

Ein defekter Geschirrspüler schränkt das alltägliche Leben erheblich ein. Oft lohnt es sich bei alten Geräten, das Gerät auszutauschen, denn Energieeffizienz und Leistung haben sich in den letzten Jahren stark verbessert. Bei neueren Geräten reicht hingegen manchmal auch eine Reparatur.

Die häufigsten Defekte bei Kochfeldern

  • Ein oder mehrere Heizelemente funktionieren nicht
  • Der Leistungsregler ist defekt
  • Ein Schalter funktioniert nicht
  • Es liegen Fehler bei der Verdrahtung der einzelnen Elemente vor
  • Einzelne Elemente sind verschmutzt

Lohnt sich die Reparatur meines Kochfeldes?

Zunächst solltest du überprüfen, inwiefern noch Garantie für dein Gerät besteht. Ansonsten kann eine Reparatur sehr teuer werden, denn allein schon die Anfahrt und Fehlersuche durch eine Fachkraft kann sehr kostspielig werden.

Solltest du in einer Mietwohnung leben, kann es sein, dass dein Vermieter oder deine Vermieterin die Reparatur veranlassen muss und dann auch die Kosten übernimmt. Bei einigen Fehlern bei Glaskeramikplatten kommt auch deine Hausratversicherung für etwaige Reparaturkosten auf, da sie unter die Kategorie Glasschäden fällen können. In diesen beiden Fällen lohnt sich eine Reparatur auf jeden Fall für dich, da sie mit geringen Kosten verbunden ist.

Bei der Reparatur von Kochfeldern

Für die Reparatur einiger Fehler benötigst du kein spezifisches Fachwissen und kannst sie selbst untersuchen und eingrenzen. Das spart weitere Fehlersuchen durch einen Kundendienst oder Ähnlichem und spart Geld. Dazu gehören beispielsweise folgende Probleme:

  • Die Sicherung ist durchgebrannt
  • Die Platine ist defekt
  • Die Glaskeramik weist Risse auf
  • Der Kondensator funktioniert nicht richtig
  • Die Dichtung ist undicht
  • Einer der Heizwiderstände funktioniert nicht mehr
  • Es liegt ein Kurzschluss aufgrund eines falschen Anschlusses vor

Glaskeramik- und Induktionskochfelder sind jedoch hauptsächlich aus elektronischen und elektrischen Bestandteilen zusammengesetzt, weshalb eigenständige Reparatur schwer ist, wenn man nicht vom Fach kommt. Die Fehler an der Elektronik müssen von Fachkraft überprüft werden und sollten auf keinen Fall eigenständig angegangen werden.

Sicherheitshinweis: Extrem wichtig bei der Reparatur aller Haushaltsgeräte ist, dass du das Gerät vom Strom trennst, bevor du mit der Fehlersuche beginnst. Zudem ist es am sichersten, wenn du zusätzlich noch Schutzhandschuhe anlegst.

Den richtigen Reparaturservice finden

Allgemein gibt es fünf verschiedene Reparaturmöglichkeiten, die du in Anspruch nehmen kannst. Zunächst solltest du den Händler kontaktieren, bei dem du das Gerät gekauft hast, besonders, wenn noch Garantie besteht. Alternativ lohnt es sich auch den Werkskundendienst des Herstellers oder Elektrobetriebe, die sich auf Haushaltsgeräte spezialisiert haben, in Betracht zu ziehen. In einigen Fällen kannst du dich auch an einen Elektriker wenden, aber er ist nicht für alle Defekte geeignet.

Oft stellt sich jedoch heraus, dass freie Reparaturservices deutlich günstiger als alle bereits genannten Optionen sind.

Viele Dienstleister kannst du ganz einfach über das Telefonbuch oder im Internet finden. Du musst allerdings auf bestimmte Bewertungen, wie Siegel der IHK oder Google-Bewertungen, achten, da ein großes Überangebot vorliegt.

Kaputtes Gaskochfeld: Symptome und mögliche Ursachen

Symptom 1: Der Herd rußt

Es kann passieren, dass die Töpfe oder Pfannen nach der Nutzung geschwärzt sind. Die Ursachen hierfür liegen nahe beieinander. Entweder ist der Lufteinlass des Brenners nicht richtig eingestellt oder die Düsen sind nicht für die verwendete Gassorte geeignet.

1. Lufteinlass ist falsch eingestellt

Die erste Ursache lässt damit erklären, dass die Qualität der Gasflamme von dem Luft-Gasgemisch am Brenner abhängig ist. Sollte der Herd rußen, liegt das häufig an einer unvollständigen Verbrennung, was wiederum auf einen Mangel an Sauerstoff zurückzuführen ist. Bei Brennern mit verstellbarem Lufteinlass findest du einen Ring, mit dem die Luftzufuhr geregelt werden kann. Passe die Düse soweit an, dass die Flamme nicht mehr lang gestreckt und schwach aussieht. Zudem sollte sie nicht flackern oder orange/gelb erscheinen.

2. Falsche Düsen

Auch bei der zweiten Ursache treten ähnliche Erscheinungsweisen auf, denn wie erwähnt ist die Flamme vom Luft-Gasgemisch abhängig. Sollten die Kochutensilien schwarz werden, liegt das oft daran, dass zu viel Gas zugeführt wird und daher ein falsches Gemisch entsteht. Der Grund dafür kann sein, dass die Öffnung deiner Düsen für Erdgas, was du von der Stadt beziehst, einen zu großen Durchmesser haben.

Tausche die Düsen gegen solche aus, die für Propan- oder Butangas, das aus Flaschen kommt, geeignet sind. Sie haben einen niedrigeren Öffnungsdurchmesser.

Symptom 2: Das Gaskochfeld geht nicht mehr an

1. Verstopfte Düse

Oft sammeln sich Essensreste oder Spülmittel in der Düse an und verstopfen diese.

Mit einer kleinen Bürste oder Nadel kann das Problem gelöst werden. Dazu musst du nur den Brenner und den Brennerdeckel abnehmen.

2. Defektes Thermoelement

Das Thermoelement überprüft, ob überhaupt eine Flamme vorhanden ist. Wird es nicht mehr von der Flamme berührt, so schließt es automatisch das Ventil des Brenners. Du musst das Thermoelement austauschen, wenn nach 10-sekündigem Drücken der Zündungstaste die Flamme wieder erlischt.

3. gedrosseltes Ventil

An jedem Gasventil befindet sich eine Einstellschraube, welche den Gasdurchfluss bestimmt, der auf der Minimalstufe (Schmoren und Garen) des Herdes vorliegt. Ist der Gasfluss auf dieser “gedrosselten” Stufe zu gering, kann die Flamme nicht entzündet werden.

Das Problem lässt sich ganz einfach and er Einstellschraube ändern: Drehe sie nach links, um die Flamme zu vergrößern oder nach rechts, um sie zu verkleinern.

4. Schlechte Einstellung der Luftzufuhr

Die Kochflamme ist abhängig vom Gemisch der Komponenten Luft und Gas. Stimmt der Verhältnis nicht, so funktioniert auch der Gasherd nicht.

Ähnlich wie beim Problem des rußenden Herdes, kann eine schlechte Luftzufuhr über den Einstellring verändert werden.

5. Verstopfte Brennerdeckellöcher

Sind die Löcher im Brennerdeckel, aus denen die Flamme austritt verstopft, so können Lebensmittelreste oder anderer Schmutz ganz einfach mit einem spitzen Gegenstand wie beispielsweise einer Nadel oder einem Holzstäbchen entfernt werden.

6. Wasser in den Brennerdeckellöchern

Sollte bei der Reinigung des Brennerdeckels Wasser austreten, hat es sich in den Löchern angesammelt, was demnach eine Zündung verhindert. Trockne einfach den Deckel ab und schon sollte die Gasflamme wieder funktionieren.

7. Abgebrochene oder beschädigte Zündkerze

Die Zündkerze ist essentiell wichtig für den Gasherd. Sie besteht aus einem Metallstück und Keramik und erzeugt den Funken, der das Gas entzündet. Dazu ist es wichtig, dass der Funke an der richtigen Stelle erzeugt wird. Ist die Kerze beschädigt so wird der Funke entweder zu schwach, überhaupt nicht oder aber an der falschen Stelle erzeugt. Um den Fehler zu beheben, solltest du die Zündkerze austauschen.

8. Defekter Zünder

Ist der Zünder defekt, sind alle Kochflächen davon betroffen. Er versorgt die Zündkerze, sodass der wichtige Funke entsteht. Sprich: Kein Zünder, keine Flamme. Leider ist es unmöglich den Zünder auseinander zu nehmen, weshalb er komplett ausgewechselt werden muss.

9. Luft in den Leitungen

Solltest du gerade den Schlauch oder die Gasflasche gewechselt haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich Luft in der Leitung befindet.

Lasse einfach den größten Brenner für einige Sekunden offen, um die Leitung zu entlüften und das Problem zu beheben. Zum Ausprobieren, ob wieder alles wie gewohnt funktioniert, solltest du jedoch den kleinsten Brenner verwenden.

10. Eingeschalteter Druckminderer

Um den Druck zwischen Gasflasche und Anschlussschlauch zu vermindern, besitzt jede Flasche einen Druckminderer. Neuere Druckminderer verfügen über eine zusätzliche Sicherung, für den Fall, dass eine große Menge an Gas austritt. Dann wird die Gaszufuhr direkt gestoppt. Immer wenn du die Flasche wechselst, öffnest oder schließt, musst du einen kleinen Knopf drücken, um den Sicherheitshebel des Druckminderers zu aktivieren.

Symptom 3: Die Flamme brennt nicht korrekt oder geht immer wieder aus

Sollten bei deinem Gasherd immer wieder Probleme mit der Flamme auftreten, kann das an drei verschiedenen Dingen liegen:

1. Defekter oder falscher Druckminderer

Zum einen kann es sein, dass der Druckminderer nicht passt. Er dient der Regulation und verringert den Druck zwischen Flasche und Anschlussschlauch. Sollte die Flamme nicht stabil sein oder immer wieder ausgehen, könnte der Druckminderer defekt sein.

Möglich ist jedoch auch, dass ein falscher Minderer an der Flasche angebracht ist, denn unterschiedliche Modelle benötigen auch unterschiedliche Druckminderer: So haben Propangasflaschen einen Durchfluss von 37 mbar und Butangasflaschen 28 mbar. Ersetze gegebenenfalls das falsche Teil.

2. Falsche Gassorte

Eine weitere Ursache kann die falsche Verwendung der Gassorte sein. Zwar haben Propan- und Butanflaschen ähnliche Eigenschaften, aber Propangas ist kälteresistenter und wird daher bevorzugt im Freien beispielsweise beim Grillen verwenden. Butangas eignet sich eher für die häusliche Anwendung bei Gasherden oder Heizöfen.

3. Lagerung der Gasflasche

Aus ähnlichem Grund solltest du auch darauf achten, wo die Gasflasche steht. Da Butan einen Siedepunkt von 0 Grad Celsius hat, kann es sein, dass die Flammes des Gasherdes nicht richtig brennen, wenn die Flasche in einem zu kalten Raum steht.

Symptom 4: Die Flamme flackert in unregelmäßigen Abständen

1. Verstopfte Düse

Eine Störung der Gasflamme hängt mit verschiedenen Ursachen zusammen. Möglich ist, dass die Düse teilweise verstopft ist und somit die Gaszufuhr beeinträchtigt. Mit einem dünnen Gegenstand lässt sich das Problem schnell und einfach beheben.

2. Falsche Düse

Es kann aber auch daran liegen, dass die Düse nicht vorschriftsmäßig zu dem Gerät passt und somit der Durchmesser der Düse nicht stimmt. In dem Fall solltest du sie einfach durch eine passende Düse ersetzen

3. Verstopfter Brennerdeckel

Eine weitere Ursachen können verstopfte Löcher des Brennerdeckels sein. Auch hier kann der Schmutz ganz einfach mit einem dünnen Stab beseitigt werden.

4. Verformte Bestandteile

Es kommt jedoch auch vor, dass der Brenner an sich, die Krone oder der Deckel verformt sind und daher nicht richtig funktionieren. Hier musst du die verformten Bestandteile ersetzen.

5. Luftzufuhr

Auch bei diesem Symptom kann es vorkommen, dass die Luftzufuhr nicht richtig eingestellt ist und somit das Luft-Gas-Gemisch nicht optimal ist. Am Einstellring kannst du den Luftstrom des Brenners anpassen, bis die Flamme nicht mehr flackert.

6. Defekter Druckminderer

Wenn keine der bereits genannten Ursachen zutreffen, solltest du den Druckminderer überprüfen, ein defekter Druckminderer kann ebenfalls zum unregelmäßigen Flackern der Gasflamme führen. Wenn nötig muss dieser ersetzt werden.

Kaputtes Induktinskochfeld: Symptome und mögliche Ursachen

Symptom 1: Es riecht nach verbranntem Plastik

Wenn es in deiner Küche anfängt angebrannt zu riechen, kann dies mehrere Ursachen haben.

1. Prüfe die Steckdose und Lüsterklemme

Zunächst solltest du überprüfen, ob die Steckdose oder die Lüsterklemme verschmort ist und im Zweifelsfall austauschen. Nimm anschließend die Klemmleiste, die sich hinter der Induktionsplatte befindet, genauer unter die Lupe und tausche alle verformten Teile aus

2. Defekte Kochzone

Eine andere Ursache kann eine defekte Kochzone sein. Das kommt vor, wenn eine Zone besonders häufig in Benutzung ist und daher die Wicklung überhitzt. Montiere das Kochfeld ab, um nachzuschauen, ob ein oder mehrere Bestandteile der Kochzone kaputt sind. Du musst die gesamte Kochzone ersetzen, wenn die Glimmerscheibe über der Kochzone dunkle Flecken hat.

3. Kaputte Steuerplatine

Es kann aber auch passieren, dass ein oder mehrere Bestandteile der Steuerplatine schmelzen oder sich verformen. In diesem Fall müssen die entsprechenden Teile ausgetauscht werden.

Symptom 2: Das Kochfeld heizt nicht richtig

1. geeignetes Kochgeschirr

Wenn dein Essen bei der Zubereitung nicht richtig heiß wird, solltest du als allererstes überprüfen, ob du für Induktionsplatten geeignetes Kochgeschirr benutzt. Halte einfach einen Magneten an den Boden des Topfes, um zu schauen, ob er aus magnetisch leitendem Material besteht. Wird dieser angezogen, kannst du das Geschirr weiterhin verwenden.

2. niedrige Stromstärke

Bei einigen Kochfeldern lässt sich die Stromstärke individuell einstellen. Ist diese zu niedrig, wird dein Essen nicht ausreichend erwärmt. Die Betriebsanleitung hilft dir herauszufinden, auf welche Leistung dein Induktionsherd eingestellt ist.

3. optimale Stromspannung

Um optimal zu funktionieren, benötigt ein Induktionsherd eine Stromzufuhr mit einer Spannung von 230 Volt. Einige Kochfelder erwärmen sich nicht richtig bei einer Spannung unter 210 Volt. gerade im Winter solltest du mit einem Spannungsmesser das Problem untersuchen, da die Stromnetze durch das Heizen sehr beansprucht sind und an Spannung verlieren. Zur Behebung des Problem musst du dich allerdings an deinen Stromanbieter wenden.

4. mangelnde Leistung

Eine andere Ursache kann eine mangelnde Leistung sein. Bei einigen Induktionsherden ist nicht jeder Kochzone eine Leistungsplatine zugeordnet. Somit verteilt sich die Leistung einer Platine auf mehrere Zonen. Für maximale Leistung sollte jede Kochzone eine Leistungsplatine besitzen.

5. Steckdose und Klemmleiste

Außerdem solltest du bei der elektrischen Klemmleiste und auch der Steckdose überprüfen, ob alle Schrauben fest sind und diese gegebenenfalls nachziehen. Es lohnt sich bei neuen Geräten zudem die Verkabelung mithilfe der Montageanleitung zu checken.

6. defekte Steuerplatine

Auch eine defekte Steuerplatine kann dazu führen, dass die Kochzonen nicht ausreichend erwärmt werden. Das Kochfeld zeigt hierbei einen Fehlercode an. Steht in der Betriebsanleitung nichts zu der Fehlermeldung, solltest du dich an einen Service-Techniker wenden.

Symptom 3: Die Touch-Sensoren reagieren nicht

1. verschmutzte Tastatur

Wenn du einen Induktionsherd nicht mehr über die Touch-Sensoren steuern kannst, solltest du erst schauen, inwiefern die Tastatur verschmutzt ist und den Dreck entfernen. Viele Geräte besitzen eine Kindersicherung, welche alle Touch-Sensoren versperrt. Versuche mithilfe der Betriebsanleitung den Sicherungsmodus zu entriegeln.

2. Touchscreen zurücksetzen

Oft lohnt es sich auch einfach den Touchscreen zurückzusetzen, in dem du die Stromzufuhr für 30 Minuten unterbrichst und danach einen neuen Versuch startest. Sollten alle Hinweise nicht zur Besserung beigetragen haben, ist möglicherweise die Steuer- oder Leistungsplatine defekt. Wende dich am besten an einen entsprechenden Techniker.

Symptom 4: Es werden keine Funktionen angezeigt und das Kochfeld funktioniert nicht

Sollte sich dein Induktionsherd weder einschalten noch andere Funktionen ausführen lassen, kann dies mehrere Ursachen haben.

1. Steckdose und Klemmen

Überprüfe zuerst, ob die Stromzufuhr mit dem Gerät konform ist. Es sollte eine Spannung von 230 Volt vorliegen. Zudem ist es wichtig, dass alle Klemmen festgezogen sind und der Netzstecker richtig in der Steckdose steckt.

2. beschädigte Klemmleiste

Sieh dir auch die Klemmleiste hinter dem Kochfeld an. Prüfe, ob hier alle Schrauben fest sind und ob andere Schäden vorliegen. Sollte die Leiste so sehr beschädigt sein, muss sie ausgewechselt werden. Es kann jedoch auch sein, dass die Klemmleiste lediglich falsch montiert wurde.

3. defekte Steuerplatine

Sollten alle bereits genannten Maßnahmen erfolglos gewesen sein, deutet das darauf hin, dass die Steuerplatine, welche alle wichtigen Funktionen koordiniert, defekt ist. In diesem Fall muss die Platine ausgetauscht werden.

Symptom 5: Das Induktionskochfeld macht Geräusche

Wenn dein Induktionsherd ungewöhnliche Geräusche von sich gibt, solltest du folgende Ursachen untersuchen.

1. aktivierte Kindersicherung

Ist die Kindersicherung oder ein anderer Sicherungsmodus aktiviert, gibt das Gerät bei Berührung Tonsignale ab. Lies zur Entriegelung einfach die Betriebsanleitung.

2. Spannung und Steuerplatine

Sollte es ein knisterndes, knackendes Geräusch sein, prüfe zunächst die Spannung der Stromzufuhr. Sie sollte ungefähr bei 230 Volt liegen. Falls dies der Fall ist, schaue anschließend, ob Teile der Steuerplatine verformt oder verrostet sind und tausche sie gegebenenfalls aus.

3. optimales Kochgeschirr

Wenn die Platte während des Kochens knistert oder klappert, kann dies zwei Ursachen haben. Zum einen erzeugt die Steuerplatine Impulse, um die gewünschte Temperatur anzuzeigen, die dem Kochtopf kleine Stöße verabreichen kann. Zum anderen steht dies aber auch im Zusammenhang mit der Qualität und Beschaffenheit des Kochgeschirrs an sich. Probiere mal Töpfe mit dickem Boden anstelle eines geschweißten Bodens aus.

Kaputtes Glaskeramikkochfeld: Symptome und mögliche Ursachen

Symptom 1: Das Kochfeld ist defekt

1. Anschlüsse

Überprüfe zuallererst, ob das Gerät richtig angeschlossen ist und die Einschalttaste entsprechend gedrückt wurde.

2. defekte Heizelemente

Eine weitere Ursache ist ein einzelnes defektes Heizelement. Teste die Heizwiderstände von jedem Element einmal durch, um herauszufinden, welches genau kaputt ist. Diese befinden sich an der hinteren Seite der Kochplatte. Benutze dazu ein Multimeter in Ohmmeter-Einstellung. Zeigt das Testgerät bei einer Platte einen Wert an, ist diese defekt und sollte ausgetauscht werden.

3. defekte Leistungsregeler

Wenn eine Platte nicht heiß wird, kann dies auch an einem defekten Leistungsregler liegen. Er muss in diesem Fall ersetzt werden. Sollte die Kochplatte jedoch keinen Leistungsregler besitzen, kann auch der entsprechende Schalter abgenutzte Kontakte haben.

4. falsche Verkabelung

Der Defekt des Kochfeldes kann auch auf eine fehlerhafte Verdrahtung der Heizplatten hinweisen. Weitere interne Beschädigungen können beispielsweise durch Wasser im Innenraum entstehen, welches einen Kurzschluss verursacht. Je nach Ausmaß des Schaden muss die gesamte Verkabelung ausgetauscht werden. Sollten allerdings nur die Steckverbinder der Drähte verbrannt sein, können diese einfach ersetzt werden.

Symptom 2: Die Sicherung fliegt beim Einschalten raus

1. Stromquelle

Sollte bei der Nutzung deines Kochfeldes immer wieder die Sicherung rausfliegen, kann es sein, dass das Gerät mehr Strom verbraucht als die Stromquelle hergibt. Kontaktiere in diesem Fall deinen Stromanbieter, sodass er die Amperezahl erhöht.

2. fehlerhafte Stromversorgung

Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Stromversorgung allgemein defekt ist. Das kann an einem abgetrennten Kabel, eine lockere Lüsterklemme oder aber auch Flüssigkeit, die unter die Kochplatte gelangt ist, liegen. Nimm die Platte ab, um den Fehler zu suchen und wende dich im Zweifelsfall an einen Elektriker. Diesen solltest du auch kontaktieren, wenn das Problem mit den Kabeln der Steckdose zusammenhängt. In diesem Fall kannst du selbst wenig machen.

3. Stromleck

Zudem können Stromlecks zu erheblichen Problemen führen. Nachdem du alle Anschlüsse entfernt hast, kannst du mithilfe eines Multimeters mit Ohmmeter-Einstellung überprüfen, bei welchem Kochfeld das Leck auftritt. Setze eine der Messspitzen auf einen der Anschlüsse und eine andere entweder auf die Steckerverbindung des geerdeten Kabels (Hinweis: gelber oder grüner Draht) oder das Gehäuse. Sollte ein Wert angezeigt werden, muss die Platte ausgetauscht werden. Diese Art von Stromlecks kommt bei Gusseisenplatten vor.

Seltener entsteht ein sogenannter Kriechstrom (Stromleck) bei Kochplatten mit Strahlheizkörper oder Halogenstrahlern. Hier kommt es eher vor, dass Drähte schmelzen, rosten oder andere Defekte haben. So kann auch ein Stromleck entstehen, welches veranlasst, dass die Sicherung rausfliegt. Überprüfe deshalb regelmäßig den Zustand der elektrischen Drähte.

Symptom 3: Das Kochfeld hat Risse oder Flecken

Abhängig davon, wo die Risse sind, kann dies verschiedene Ursachen haben.

1. Die Platte ist zu festgeschraubt

Zum einen kann es vorkommen, dass die Platte, wenn sie mit Befestigungsschrauben verankert ist, zu festgeschraubt ist. Es sollte sich ein gewisser Freiraum zwischen Arbeits- und Kochplatte befinden, sodass im Fall einer Verformung der Arbeitsfläche das Glas nicht zerspringt.

2. beschädigtes Kochgeschirr

Sollte deine Kochplatte einen Riss aufweisen, der aber nicht von einem Ende der Platte zum anderen führt, ist es sehr wahrscheinlich nur ein tiefer Kratzer. Er kann durch beschädigtes Kochgeschirr verursacht werden.

3. Das Kochfeld ist falsch eingebaut

Wenn die Risse in die Mitte der des Glaskeramikfelds laufen, wurde beim Einbau der Platz zu knapp bemessen. Durch ständige Druckausübung und Hitze springt die Platte nach einer Weile. In der Montageanleitung findest du Hinweise, wie das Kochfeld optimal eingebaut werden muss.

4. Risse durch einen Aufprall

Eine weitere Möglichkeit bietet folgendes Erscheinungsbild: Auf dem Glaskeramikfeld befinden sich verschiedene Risse, die aber in einem Punkt zusammenlaufen. Das kann passieren, wenn ein harter Gegenstand wie beispielsweise ein Kochtopf oder eine Auflaufform aus Glas auf die Platte fallen. Oft machen sich die Auswirkungen eines Aufpralls erst Tage später bemerkbar. Das Glas kann auch erst, nachdem es wiederholt erhitzt wurde, brechen.

5. defekter Thermostat

Risse können außerdem entstehen, wenn die Platte sich zu sehr aufheizt. In diesem Fall ist der Thermostat defekt, welches eigentlich eine Überhitzung verhindern soll. Meistens werden hierbei Teile im Inneren der Kochzone beschädigt. Es muss die betreffende Kochzone sowie das Thermostat ausgewechselt werden, danach erst die Glaskeramikplatte.

6. verschmutztes Kochfeld

Weiterhin kann es vorkommen, dass einzelne Glasstücke aus der Platte herausgebrochen sind. Das kann passieren, wenn das Kochfeld nicht richtig gesäubert wurde. Demzufolge bleiben nach dem Erkalten Lebensmittelreste am Boden des Kochgeschirrs kleben. Wenn du dann den Topf anhebst, kann ein Stück Glas herausbrechen. Drehe ihn lieber nach rechts und links, um ihn von der Platte zu lösen.

7. Flecken auf der Oberfläche

Eine weitere Erscheinung können Flecken sein. Oft scheint es so, als wären sie unter Platte. Aber wenn du eine Glaskeramikplatte mit Strahlheizkörper oder ein Induktionskochfeld besitzt, ist es fast ausgeschlossen, dass sich Wasser oder Ähnliches unter der Glasplatte ansammeln kann. Die Flecken sind meistens auf der Oberfläche und können mithilfe eines Schabers entfernt werden. Wichtig ist, dass die Klinge hierbei um 45 Grad Winkel angesetzt werden sollte.

Symptom 4: Das Kochfeld gibt bei Berührung einen Stromschlag ab

Solltest du bei der Berührung deines Herdes einen Stromschlag bekommen, liegt sehr wahrscheinlich ein Isolationsproblem vor

1. defekter Anschluss der Erdleitung

Zum einen kann es sein, dass der Anschluss an die Erdleitung defekt ist, was dazu führt, dass der Strom nicht richtig abgeleitet wird. Das kann verschiedene Ursachen haben: Entweder wurde keine geerdete Steckdose angebracht oder wenn sie angebracht wurde, nicht an die elektrische Schaltanlage angeschlossen. In beiden Fällen muss dringend gehandelt werden.

2. beschädigte oder falsche Verkabelung

Weiterhin kann auch das Verbindungskabel zwischen Steckdose und Kochfeld beschädigt sein. Tausche es einfach aus.

Außerdem kann es sein, dass das geerdete Kabel nicht richtig an die Klemmleiste angeschlossen wurde oder sich gelockert hat.

Aber auch die Klemmleiste an sich kann beschädigt sein, was oft daran liegt, dass die Schrauben zu locker sind.

3. Feuchtigkeit unter der Kochplatte

Ein Stromschlag kann auch aufgrund eines Stromlecks auftreten, was passiert, wenn Flüssigkeit unter die Kochplatte gelangt und die Drähte beschädigt. Du bekommst beispielsweise einen Stromschlag, wenn ein Blankdraht das Gehäuse berührt, ein Draht nicht richtig an der Steckverbindung ist oder zwei Drähte, welche sich innerhalb des Stromkreises berühren.

4. ein anderes Gerät verursacht den Stromschlag

Es kann aber auch der Fall vorliegen, dass ein anderes Gerät, dass sich im Stromkreis befindet, für den Stromschlag verantwortlich ist und Strom durch das geerdete Kabel sendet. Überprüfe, ob wirklich alle Geräte an eine geerdete Steckdose angeschlossen sind.

Symptom 5: Das Kochfeld blinkt und es erscheinen Fehlermeldungen

1. Fehlercodes

Wenn die Steuerplatine ein defektes Element entdeckt, wird ein Fehlercode angezeigt. Er bezieht sich auf die Steuerplatine selbst, den Temperaturfühler oder die Tastatur. In der Betriebsanleitung findest du nähere Informationen zu den einzelnen Fehlercodes.

2. defekter Temperatursensor

Normalerweise leuchtet nach Nutzung des Kochfeldes ein “H” auf, um dir zu signalisieren, dass die Platte noch warm ist. Wenn die Kontrollleuchte nicht mehr aufhört zu leuchten, kann das an einem defekten Temperatursensor liegen. Dieser sollte allerdings durch eine Fachkraft ersetzet werden

3. verschmutzte Kochzone

Es kann auch vorkommen, dass dein Kochfeld den Fehlercode 8888 anzeigt oder alle Kontrollleuchten blinken und ein Signalton ertönt. In diesen Fällen ist entweder die Tastatur zu stark beleuchtet und löst daher einen Signalton aus, die Platte und auch die Tastatur wurden nicht gründlich gereinigt oder es fließt Wasser auf die Tastatur. Allgemein reicht es, wenn du die Kochzone richtig säuberst und für ein paar Minuten den Strom abstellst. Danach sollte alles wieder wie gewohnt funktionieren.

Wann lohnt sich die Anschaffung eines neuen Kochfelds?

Das moderne Elektroherde heutzutage bereits sehr günstig zu erwerben sind, musst du abwägen, ob eine teure Reparatur überhaupt sinnvoll ist. Allein die Anfahrt, Fehlersuche und der Austausch kleiner Einzelelemente durch einen Werkskundendienst kann mehr kosten als ein neues Gerät. Ein kaputtes Ceranfeld / Glaskeramikkochfeld ist beispielsweise oft so teuer in Reparatur, dass die Überlegung zur Anschaffung eines Induktionsfeldes relevant wird.

Defekten bei Kochfeldern langfristig vorbeugen

Um möglichen Problemen vorzubeugen solltest du dein Kochfeld regelmäßig und gründlich säubern, sodass keine Lebensmittelreste Düsen verstopfen oder den Touchscreen blockieren. Zudem lohnt es sich häufiger die Spannung prüfen. Nutze außerdem nicht immer nur ein Kochfeld, sondern alle, sodass eine gleichmäßige Abnutzung stattfindet. Viele Fehler können bereits beim Einbau des Haushaltsgeräts vermieden werden. Lese immer die Montageanleitung.